Opel-Studie Trixx

Opel-Studie Trixx Opel-Studie Trixx

Opel-Studie Trixx

— 09.03.2004

Rüsselsheimer Trixx

Ohne doppelten Boden, aber voll pfiffiger Tricks: Opels Bonsai-Studie verzaubert die Autowelt.

Schiebetüren gleiten lautlos beiseite

Simsalabim – ein Blitz zuckt durch die Halle, und das Publikum traut seinen Augen kaum. Opel führt in Genf exklusiv den neuen Mikrowagen Trixx vor – eine Studie, die mehr Tricks draufhat, als David Copperfield je lernen wird. Auf Knopfdruck gleiten die "Pantograph-Türen" lautlos zur Seite. So weit, so normal. Die Besonderheit liegt in der Art, wie die Türen den Weg ins Opel-Wunderland freigeben. An je einem Tragarm geführt, schweben die Pforten wie Schiebetüren beiseite – und bleiben dabei dank schlauer Mechanik stets parallel zum Wagen. Enge Parklücken verlieren so ihre Schrecken.

Durch die Fahrertür erreichen wir einen Arbeitsplatz, der irgendwo zwischen Formel 1 und Captain Future angesiedelt ist. Im aus Alu gefrästen Instrumententräger liegen alle Anzeigen direkt im Blickfeld, über griffgünstige Dreh- und Wippschalter steuert der Pilot sein Gefährt wie im Schlaf. Und sitzt trotz der ultrakompakten Maße des Zwerges (L/B/H 3,04/1,66/1,57 Meter) auch als Fast-Zweimetermann noch recht kommod.

Auf der Beifahrerseite spendieren die Rüsselsheimer Trixxer zwei Türen, die ein 1,50 Meter breites Portal öffnen. Sinnvoll, denn eine Heckklappe besitzt der Trixx nicht. So kommen selbst sperrige Zauberutensilien locker ins Auto. Bei flach gelegtem Beifahrersitz schluckt der Mini-Opel immerhin bis zu 1010 Liter (reicht für einen mittelgroßen Kühlschrank), lässt sich ein Mountainbike am Stück einladen.

Der Rücksitz wird einfach aufgeblasen

Reicht die Riesenluke dennoch nicht, bleibt der Weg übers Dach. Einfach die Heckscheibe elektrisch versenken und den Glashimmel nach vorn fahren – fertig ist der Beinah-Pick-up, der es selbst mit Schränken im Format 1,4 x 0,96 x 0,43 Meter aufnimmt. Wahnsinn!

Und es geht sogar noch mehr. Am Heck lässt sich eine Art Schublade ausfahren, die Schmutziges und Sperriges bis 30 Kilo Gewicht erträgt. Stolz dürfen die Opelaner auch auf die Kopfstützen-Nummer sein. Wer die hintere Kopfstütze hochzieht, bläst damit die Polster des Fondsitzes auf – und umgekehrt. Gleich nebenan lässt sich ein Kindersitz aus der Rückwand klappen, sodass drei Erwachsene plus Kind mobil sind.

Für angemessenes Tempo sorgt der bekannte 1,3-Liter-Common-Rail-Diesel mit 70 PS. Das reicht bei 850 Kilo für 13,2 Sekunden bis Tempo 100, 170 km/h Spitze und 3,9 Liter Verbrauch. Klingt normal, doch selbst beim Antrieb lässt Opel das Zaubern nicht. Der Kühler sitzt nicht wie üblich vor, sondern auf dem Motor. So kosten kleine Crashs nicht gleich großes Geld. Und Hitzestaus? Kein Problem. Abrakadabra – schon bringen zusätzliche Ventilatoren hinter den Scheinwerfern die nötige Kühlung. Applaus.

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