Opel-Übernahme — 11.06.2009

Magna will mehr Stellen streichen

Magna will nach einer Opel-Übernahme mehr Stellen streichen als zunächst geplant. Der Zulieferer will statt 10.000 europaweit 11.600 Arbeitsplätze abbauen. In Deutschland wird es mindestens 2500 Opelaner treffen.

Der Stellenabbau bei Opel soll nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" höher ausfallen als bislang bekannt. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren europaweit 11.600 Arbeitsplätze gestrichen, berichtet die Tageszeitung heute (11. Juni) unter Berufung auf den vorläufigen Geschäftsplan des Automobilzulieferers Magna. Bislang sei davon ausgegangen worden, dass europaweit rund 10.000 Arbeitsplätze abgebaut werden sollten, davon 2500 in Deutschland. Opel beschäftigt in Europa 55.000
Mitarbeiter. Magna hatte Anfang Juni eine Absichtserklärung zum Einstieg bei Opel unterschrieben und verhandelt mit der Opel-Mutter General Motors (GM) über die Ausgestaltung des Abkommens. Magna soll künftig 20 Prozent an Opel übernehmen, 35 Prozent soll die russische Staatsbank Sberbank halten, 35 Prozent GM und weitere zehn Prozent die Beschäftigten von Opel.

In den kommenden zwei Jahren fallen dem Bericht zufolge 9500 Stellen in der Produktion weg. Dadurch soll die Auslastung der 14 europäischen Werke von 56 auf 96 Prozent steigen. Weitere 2100 Arbeitsplätze sollen nach den vorläufigen Plänen von Magna-Co-Chef Frank Stronach in Vertrieb und Verwaltung abgebaut werden.

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