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Opel-Übernahme

— 30.07.2009

GM lässt los

Ganz allmählich streckt General Motors die Waffen: GM-Manager John Smith gab jetzt bekannt, dass der amerikanische Hersteller auch in Zukunft nicht wieder Kontrolle über Opel zurückgewinnen will.

(dpa) Der US-Autobauer General Motors (GM) hat eine erneute Mehrheitsbeteiligung bei der bisherigen deutschen Tochter Opel ausgeschlossen. Das gelte unabhängig vom künftigen Investor bei Opel, betonte GM-Verhandlungsführer John Smith in einem Internet-Blog des Konzerns. "GM strebt nicht an, die Kontrollmehrheit bei Opel wiederzuerhalten", schrieb darin der Manager. GM hatte zuletzt das Angebot des Finanzinvestors RHJ International als fertig und einfacher umsetzbar bezeichnet. Spekuliert wurde, dass der US-Konzern die Offerte von RHJI auch bevorzuge, weil ein späterer Rückkauf von Anteilen möglich sei. Das konkurrierende Angebot des kanadisch-österreichischen Zulieferers Magna beinhaltet nach Ansicht von GM noch große Schwierigkeiten. Dazu gehören etwa Patentfragen. In beiden Fällen soll GM nach bisherigen Plänen einen Minderheitsanteil an Opel bekommen.

Bundesregierung erwartet Opel-Verkauf in den nächsten Wochen

Smith wies auch Berichte zurück, GM wolle von der US-Regierung zusätzliches Geld zur Sanierung von Opel. GM habe das amerikanische Finanzministerium nicht danach gefragt und werde dies auch nicht tun, so der Manager. Die Bundesregierung zumindest erwartet innerhalb der nächsten Wochen einen Durchbruch bei den Verkaufsverhandlungen. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm erklärte: "Wir müssen am Ende zu einer Gesamtlösung kommen. Das wird gelingen. Und wir kommen Stück für Stück voran." Zu einer möglichen Präferenz für den Finanzinvestor RHJ International aufseiten des bisherigen Opel-Mutterkonzerns General Motors sagte er: "Die Haltung von GM macht mir keine Sorgen." Jeder habe zwar bestimmte Interessen. Die Beteiligten müssten sich aber am Ende verständigen. Das Interesse der Bundesregierung sei die größtmögliche Wertsicherung für die geplanten staatlichen Bürgschaften und Garantien. Erst dann könne darüber positiv entschieden werden.

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