Produktion Opel Astra

Opel-Übernahme

— 21.09.2009

Kampf um Arbeitsplätze beginnt

Die Verhandlungen um den geplanten Personalabbau bei Opel gehen in die erste Runde. Magna will in Europa 10.560 Jobs streichen. Opel-Betriebsrat Klaus Franz bezeichnete die vorgelegten Zahlen als nicht akzeptabel.

(dpa) Die Arbeitnehmervertreter aus den europäischen Opel-Werken treffen am Montag, 21. September 2009, in Rüsselsheim mit Opel- und Magna-Managern zusammen, um über die Zukunft des Autoherstellers "New Opel" zu verhandeln. Dabei geht es unter anderem um das industrielle Konzept, die Verteilung der Produktion, die Sanierungsbeiträge der einzelnen Werke und die Abwicklung des Stellenabbaus. Insgesamt sollen laut "Welt am Sonntag" nach dem Magna/Sberbank-Konzept in Europa 10.560 Stellen wegfallen, davon 4500 in Deutschland. Von den deutschen Werken soll Bochum mit dem Abbau von 2045 Jobs am härtesten betroffen sein. Am Stammsitz Rüsselsheim stehen demnach 1817 Stellen auf der Kippe.

Opel-Betriebrat Franz: "Jetzt geht es um jeden Arbeitsplatz"

Opel-Betriebsratschef Franz: "Die Magna-Planzahlen zum Stellenabbau akzeptieren wir nicht."

Unmittelbar vor den Verhandlungen über den geplanten Personalabbau bei Opel hat Betriebsratschef Klaus Franz noch einmal für eine gesamteuropäische Lösung geworben. "Die Produktionsvolumen und auch die zu tragenden Lasten müssen gerecht auf die europäischen Werke aufgeteilt werden", sagte der Arbeitnehmervertreter. Franz lehnte es ab, die zuletzt am Wochenende verbreiteten Zahlen des Investors Magna zu Stelleneinsparungen in den einzelnen Standorten im Detail zu kommentieren. "Das sind Planzahlen, die wir so nicht akzeptieren. Wir machen solche Rechnungen nicht auf." Er zähle auf faire, zügige und konstruktive Verhandlungen mit den neuen Investoren, die in dieser Beziehung eine klarere Linie verfolgten als der Alteigentümer General Motors, sagte Franz. Dazu gehöre auch eine strenge Vertraulichkeit der Gespräche. "Jetzt geht es um jeden Arbeitsplatz. Und jeder Arbeitsplatz hat ein Gesicht. Da muss es verantwortungsvoll zugehen."

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