Opel Vectra von Lexmaul

Opel Vectra von Lexmaul Opel Vectra von Lexmaul

Opel Vectra von Lexmaul

— 05.08.2003

Silberpfeil

In Turbodieseln sind große Leistungsreserven versteckt. Per Softwareänderung kitzelt Lexmaul aus dem Opel Vectra 2.2 DTI 23 Extra-PS heraus. Dazu gibt's die passende Optik.

Leistungssteigerung auf 148 PS

Klar, der Opel Vectra C ist mehr Familienkutsche als Sportwagen. Und mit den 125 Serien-PS des 2.2 DTI kann man leben. Man muss es aber nicht, denn Opel-Tuner Lexmaul hat tief in die Motorsoftware geschaut und 23 brachliegende Pferdchen entdeckt. Mit nunmehr 148 PS und 340 Newtonmetern Drehmoment gesegnet, geht der Turbodiesel äußerst kraftvoll zur Sache. Schon ab etwa 1500 Umdrehungen liegt reichlich Dampf auf der Kurbelwelle und man kommt auch bei schaltfauler Fahrweise flott voran.

Dass die Fahrleistungen auf dem Papier nicht viel besser als beim Serienpendant sind, geht auf das Konto der mächtigen Leichtmetallräder in 9x19 Zoll. In Verbindung mit den 235er Pirellis im superflachen Querschnitt 35 zehren sie durch höheres Gewicht, höheren Rollwiderstand und schlechtere Aerodynamik an der Motorleistung. Die angegebenen 216 km/h Topspeed erreicht der getunte Vectra nur mit Serienbereifung. Mit den 19-Zöllern sind es echte 206+ km/h.

Die üppige Besohlung hat weitere Nachteile. Der Lexmaul-Opel rollt recht hölzern ab, das Sportfahrwerk tut ein Übriges. Ansätze von Federungskomfort werden "wirkungsvoll" unterdrückt und man spürt, wie schlecht unsere Straßen heutzutage immer noch sind. Im Gegenzug ist das Handling recht direkt und der Kurvengrenzbereich liegt höher.

Technische Daten und Preis

Für den sportlichen Auftritt sorgt auch die Frontschürze mit großen Kühlluftöffnungen und Lexmaul-Schriftzug im Gitterwerk. Ein geänderter Kühlergrill, Seitenschweller, Heckschürze und Heckspoiler sind weitere Zutaten aus dem Aerodynamik-Kit. Ein optischer wie akustischer Genuss ist die Auspuffanlage mit beidseitig austretenden Endrohren. Sehr zurückhaltend dagegen die Modifikationen im Innenraum: Alu-Türpins für 32 Euro, das war's.

Zu den Kosten: Die Leistungssteigerung liegt mit 749 Euro im Rahmen und ist in Anbetracht des gestiegenen Fahrspaßes empfehlenswert. Zumal der Verbrauch mit 8,6 Litern auf 100 Kilometern im Test akzeptabel ist (Serie: 6,9 l). Ob man dagegen die 19-Zoll-Räder und das Sportfahrwerk braucht, ist reine Geschmackssache. Und mit fast 6000 Euro auch nicht gerade ein Schnäppchen.

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