Opel: Wechsel an der Spitze
— 14.01.2013Neumann kommt früher
Der bisherige VW-Manager Karl-Thomas Neumann soll den angeschlagenen Opel-Konzern schon ab März 2013 aus der Dauerkrise führen.
Hintergrund: VW-Manager Neumann soll Opel retten
Im November 2012 hatten Branchenkreise bestätigt, dass Neumann spätestens ab Sommer 2013 das Europageschäft des US-Autoriesen General Motors (GM) führen soll. Auf Neumann wartet eine schwierige Aufgabe. GM stimmte auf weitere verlustreiche Jahre für Opel ein. "Wir schreiben 2013 und 2014 rote Zahlen, 2014 hoffentlich weniger. Ein ausgeglichenes Ergebnis wird 2015 oder 2016 erreicht – je nach Marktlage", sagte GM-Vize und Opel-Aufsichtsratschef Stephen Girsky dem "Focus". Im Herbst 2012 hatte GM das Ziel ausgegeben, 2015 in seinem Europageschäft wieder die Gewinnschwelle zu erreichen. Ende Oktober 2012 hieß es aus der GM-Zentrale in Detroit, im Europageschäft sei für das Gesamtjahr 2012 ein operativer Verlust von 1,5 Milliarden bis 1,8 Milliarden Dollar (bis zu 1,4 Mrd Euro) zu erwarten.Lesen Sie auch: Peugeot-Citroën soll Opel kaufen
Die Absatzkrise in Europa macht Opel ähnlich wie Ford, Fiat oder Peugeot zu schaffen. Um die Werke besser auszulasten, hatte Opel beschlossen, die Autoproduktion in Bochum 2016 einzustellen. Opel-Interimschef Thomas Sedran bekräftigte im "Focus": "Wir haben keine weitere Werksschließung geplant." In Deutschland hat Opel außer in Bochum Standorte in Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern. Sedran, der die Opel-Führung Mitte Juli 2012 nach dem Rauswurf des glücklosen Karl-Friedrich Stracke übergangsweise übernommen hatte, wird dem Unternehmen aller Voraussicht auch nach Neumanns Amtsantritt erhalten bleiben. Die "Wirtschaftswoche" schreibt, Sedran werde dann seine alte Rolle als Strategievorstand wieder übernehmen. Sedran hatte in Interviews mehrfach gesagt, dass er langfristig bei Opel bleiben wolle – unabhängig davon, wer Chef des Autobauers werde.Das könnte Sie auch interessieren


































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