Opel-Werke: Zukunft
— 12.10.2012IG Metall droht GM
Bis 2016 sind alle Opel-Standorte sicher. Danach könnte der kriselnde Autobauer theoretisch Werke schließen. Die IG Metall will das verhindern.
General Motors: Opel ist unverkäuflich
Opel leidet unter der Absatzkrise in Europa und muss teure Überkapazitäten stemmen. Deshalb wird immer wieder über das Aus des Werks in Bochum spekuliert. Autoexperte Stefan Bratzel schätzt, dass der Autobauer sogar eher zwei Werke schließen müsste, um die Kapazitäten der Nachfrage anzupassen und langfristig überleben zu können. Das Unternehmen war mit der Ankündigung in die Verhandlungen gestartet, nach dem Auslaufen der aktuellen Zafira-Generation möglicherweise keine weiteren Modelle mehr in Bochum vom Band laufen zu lassen. Damit wäre das Aus der 50 Jahre alten Fabrik im Ruhrgebiet besiegelt.Opel-Krise: Stellenabbau in der Verwaltung
Dass Betriebsrat und IG Metall den Standort nicht kampflos opfern werden, ist deutlich. Der Bochumer Betriebsrat warnte die Opel-Mutter General Motors bereits mehrfach: "Die Schließung des Opel-Werkes Bochum wäre für GM die teuerste Werksschließung aller Zeiten." Inzwischen wird eine Einigung nicht ausgeschlossen, die das Überleben des Bochumer Werks doch noch ermöglicht. Am kommenden Mittwoch sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden, sagte Einenkel. In dem internen Schreiben teilten Betriebsrat und Gewerkschaft den Beschäftigten mit, das langfristige Wachstumskonzept bis 2022 solle auch in einem Tarifvertrag festgeschrieben werden.Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag) soll das Ergebnis am 27. Oktober bekanntgemacht werden. IG Metall-Mitglieder sollen anschließend in einer Mitgliederabstimmung an allen deutschen Opel-Standorten befragt werden. Die Abstimmung finde voraussichtlich vom 5. bis 7. November statt. Dass alle Parteien aufs Gaspedal treten, hat auch einen anderen Grund: Im Gegenzug für die verlängerte Jobsicherung haben die rund 22.00 Opelaner in Deutschland die Fälligkeit der Tariferhöhung von 4,3 Prozent bis Ende Oktober ausgesetzt. Einigen sich beide Seiten nicht, wird die gestundete Tariferhöhung in voller Höhe an die Belegschaft als Einmalzahlung ausgezahlt.
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