Opel Zafira Tourer Concept: Autosalon Genf 2011

Opel Zafira Tourer Concept Opel Zafira Tourer Concept

Opel Zafira Tourer Concept: Autosalon Genf 2011

— 25.02.2011

Der flottere Touran

Dynamisch wie ein ICE, dazu variabel wie nie zuvor: Auf dem Genfer Autosalon 2011 zeigt die Studie Zafira Tourer Concept, wie Opel demnächst den VW Touran jagen will.

Der VW Touran ist Ihnen zu kastig? Dann lohnt sich das Warten auf die Händler-Premiere des neuen Opel Zafira Anfang Dezember 2011. Denn der Rüsselsheimer wird schnittig wie ein ICE mit großen, spannend geformten Scheinwerfern und einem sehr, sehr ansehnlichen Heck. Diese Botschaft vermittelt der Zafira Tourer Concept, mit dem Opel in Genf Vorfreude auf das Serienauto weckt. Dicke Teppiche und weiches Leder mit farblich abgesetzten Nähten verströmen in der Studie die Atmosphäre einer eleganten Flughafen-Lounge, wo sonst nur die Passagiere mit den goldenen Vielflieger-Karten auf den Abflug warten. Na ja, in den meisten Serien-Zafira wird Stoff statt Leder die Sitze bespannen. Doch die sanft gewölbte Panorama-Windschutzscheibe (wie beim Astra GTC) hat sehr gute Chancen, es in die Serie zu schaffen. Und die sich nahtlos anschließende Kunststoffscheibe, die sich bis fast zu den Scharnieren der Heckklappe zieht, ebenfalls.

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Schon entschieden ist auf jeden Fall die clevere Variabilität in der zweiten Sitzreihe des serienmäßigen Siebensitzers: Auf Knopfdruck faltet sich der Mittelsitz zur Armlehne zusammen, und die äußeren Sitze fahren nach hinten, wobei sie schräg nach innen laufen. Zugleich fahren – wie im Flugzeug – Fußstützen aus, sodass sich die Passagiere ohne eingeschlafene Beine richtig langmachen können. Wie warb Opel früher für den legendären GT? Nur fliegen ist schöner. Passt ja wieder ... Ob die Kopfstützen des Zafira Tourer Concept später mal in Serie gehen, ist dagegen noch offen: Sie drehen sich elektrisch um 90 Grad in die Horizontale und werden so zu komfortablen Ruhekissen. Aus Sicherheitsgründen dürfen sie allerdings nur im Stand genutzt werden. Im Design greift der Zafira, der die gleiche technische Basis nutzt wie der Chevrolet Orlando, die Sprache von Insignia, Meriva  und Astra auf. Das heißt: Die eckigen Formen des aktuellen Modells sind passé, der etwa 4,70 Meter lange Van wirkt geduckter, rundlicher und muskulöser – von wegen Pampers-Bomber!

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Die elektrisch verschiebbaren Sitze sind mit Beinauflagen augestattet. Die drehbaren Kopfstützen werden zu Ruhekissen.

Richtig scharf sieht der Zafira aus, wenn er wie das Konzeptauto auf 20-Zöllern mit 245er-Reifen steht. Vielleicht sehen wir dieses Schuhwerk ja an der OPC-Variante wieder. Interessanter für die meisten Käufer sind die schwächeren Motoren – und hier tut sich was. Start-Stopp-Systeme sind für viele Versionen in Vorbereitung und sollen schon zum Verkaufsstart lieferbar sein. Und auch Direkteinspritzer-Benziner mit Turboaufladung, wie sie VW  im Touran mit großem Erfolg einsetzt, werden kommen. Ziemlich gute Nachrichten also für Opel-Freunde – und solche, die es mal werden könnten.
Autor:

Michael Harnischfeger

Fazit

Die Variabilität des neuen Zafira erscheint clever, das Design attraktiv. Skepsis sei aber gestattet: Bei Astra und Insignia kostete die flotte Form Innenraum. Wenn das beim Zafira auch so ist, wäre dies ein schmerzlicher Rückschritt.

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