GM-Tochter Opel

Opel: Zukunft der GM-Tochter

— 06.09.2011

GM gibt Opel Garantie

GM hat Opel eine Bestandsgarantie zugesichert. Auch in zehn oder 15 Jahren würden die Rüsselsheimer noch zum Konzern gehören. Auf dem attraktiven Markt in Brasilien wird Opel aber ausgebremst.

(dpa/sk) Der Automobilkonzern General Motors (GM) hat seiner Tochter Opel eine Bestandsgarantie ausgesprochen. Die gute Nachricht brachte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) von seiner USA-Reise mit. Opel werde "auf jeden Fall auch in zehn oder 15 Jahren noch zum Konzern gehören", sagte GM-Vizepräsident Robert Ferguson nach einem Treffen in Detroit mit dem CDU-Politiker. Ferguson betonte: "Normalerweise geben wir ungern Prognosen über so lange Sicht ab. Aber Opel ist ein so wertvoller Baustein unserer Gruppe, dass ich diese Voraussage ohne Probleme treffen kann." Die deutschen Standorte seien ein herausragender Bestandteil des Konzerns und Zentren für Design und Forschung. "Deshalb sehe ich eine helle Zukunft für Opel." Hessens Regierungschef hatte unter anderem die hessische Partnerregion Wisconsin besucht und sich mit GM-Leuten getroffen.

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GM-Vizepräsident Robert E. Ferguson: "Opel ist ein wertvoller Baustein unserer Gruppe."

In Übersee zeigt GM den Deutschen jedoch weiter Grenzen auf und bevorzugt Chevrolet. Der "Automobilwoche" sagte Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke: "In Brasilien gehen wir nicht rein, das überlassen wir Chevrolet." Bewerten wollte er die Entscheidung aus Detroit nicht. Brasilien sei für GM nach China und den USA der drittwichtigste Markt, berichtete das Blatt. Dank des rasanten Wachstums werde der brasilianische Automarkt in diesem Jahr Deutschland überholen. Opel müsse sich nach dem Willen der Konzernzentrale in Südamerika auf Argentinien und Chile beschränken. Dort werde an der Markterschließung gearbeitet, erläuterte Stracke: "Noch Ende diesen Jahres wollen wir die ersten Autos in Chile verkaufen." Auch nach Israel wollen die Rüsselsheimer den Angaben zufolge liefern. In China, dem weltweit wichtigsten Wachstumsmarkt, dürfe Opel künftig zwar Autos verkaufen, aber nicht produzieren.

Für das Elektrovorzeigemodell Ampera gebe es noch mehr Beschränkungen. Der Wagen werde unter der Marke Opel nur in Europa verkauft. Außerhalb komme das Auto ausschließlich als Chevrolet Volt zum Einsatz, sagte Opels Elektro-Manager Enno Fuchs der "Automobilwoche". Auch in Russland werde es den Ampera nicht geben. Als Grund dafür nannte Fuchs die hohen russischen Einfuhrzölle. Opel-Chef Stracke rechnet noch in diesem Jahr mit einer deutlichen Abschwächung der Automobilkonjunktur. Dem Radiosender SWR2 sagte er, der Trend werde sich 2012 fortsetzen. Dennoch werde Opel Gewinne ausweisen können. Das Unternehmen setze zukünftig stark auf nachhaltige Produkte und Elektroantriebe.
Fotos: Opel/GM Logo

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