Ozonalarm

Ozonalarm

Ozonalarm

— 05.09.2003

Wann droht Fahrverbot?

Umwelt Sommer, Sonne – erhöhte Ozonwerte. Das gehört zusammen wie Hopfen und Malz. Doch was bedeutet ein Ozonalarm eigentlich konkret für Autofahrer?

Kein Ozon-Fahrverbot seit 2000 mehr

"In den niedersächsischen Landkreisen Lüneburg, Uelzen und Celle wurden heute Mittag erhöhte Ozonwerte gemessen ..." Da war sie wieder, diese Radiomeldung: Ozonalarm! In diesem Sommer wahrlich keine Seltenheit. Grund: Die Stickoxide (NOx) aus Auspuff und Schornstein wandeln mit Hilfe der Sonne normalen Sauerstoff in giftiges Ozon (O3) um.

Ein Gas, das wie frische Waldluft riecht, aber die Lungen reizt, zu Kopf- und Halsschmerzen führen kann. Messen drei Stationen in einer Region mehr als 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter, wird eine Sommersmog- oder Ozonwarnung über Radio- und Fernsehsender ausgesprochen.

Die bange Frage für alle Autofahrer: Hat so eine Ozonwarnung Konsequenzen? Tempolimit, oder muss das Auto gar abgestellt werden? Ute Dauert vom Umwelt-Bundesamt: "Nichts dergleichen. Seit Dezember 1999 sind alle diesbezüglichen Regelungen aus dem Immissionsschutzgesetz abgelaufen. Ein Fahrverbot wird seitdem nicht mehr ausgesprochen."

Tempo 80 bis 100 schont die Umwelt

Bis Ende 99 durften ab 240 Mikrogramm Ozon nur noch Autos mit Katalysator, gekennzeichnet durch eine rotbraune Sechseckplakette, fahren. 2003 lag Anfang August der Spitzenwert in Deutschland bei 334 Mikrogramm. Das Auto musste dennoch keiner stehen lassen. Sinnvoll ist dies indes nicht.

Denn gerade bei heißem Sommerwetter fahren wir schnell in einen Teufelskreis: Mehr Abgase, mehr Ozon gleich mehr Gesundheitsprobleme – so einfach ist die Rechnung. Deshalb gibt es zumindest eine Empfehlung für Autofahrer: Runter vom Gas! 80 auf Landstraßen und 100 auf der Autobahn, das schont bei Ozonalarm nicht nur die Umwelt, sondern vor allem unsere Gesundheit. Denn bei vielen modernen Fahrzeugen wird der Katalysator bei Vollgas fast wirkungslos.

Die Gesetze einiger Nachbarländer sind bei Sommersmog übrigens strenger als in Deutschland: Frankreich, Luxemburg und die Schweiz sprechen ein strenges Tempolimit aus. In Luxemburg gelten beispielsweise auf der Landstraße 60 km/h, auf der Autobahn 80. Wer schneller fährt und erwischt wird, muss zahlen.

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