Paris Motor Show 2008

Opel Insignia Ecoflex Opel Insignia Grand Sports

Paris Motor Show 2008

— 02.10.2008

Neue deutsche Sparwelle

Ohne die Phrase von der grünen Messe geht es auch auf dem Pariser Salon nicht. Ganz vorne dabei in Sachen Spritsparen und CO2-Disziplin sind auch in diesem Jahr die deutschen Autobauer.

"Deutschlands sparsamste Flotte kommt aus unserem Konzern!" hatte VW-Chef Dr. Martin Winterkorn am Vorabend der Paris Motor Show verkündet – und den Worten Taten folgen lassen. Neben dem Golf BlueMotion (99 Gramm CO2, 3,8 Liter Vebrauch) und dem Audi A4 concept e rollte nämlich auch gleich noch die zweite BlueMotion-Generation des VW Passat in Position. Mit Start-Stopp-Automatik, 105-PS-TDI, lang übersetztem Getriebe und Leichtlaufreifen. Lohn des Aufwands: 4,1 Liter Verbrauch, 1700 Kilometer Reichweite und ein CO2-Ausstoß von 109 Gramm pro Kilometer. Der Haken: Zu kaufen gibt es bislang nur die erste Generation des blauen Wunders. Auf Audis e-A4 und den super-sauberen Passat müssen Fans und Händler bis Ende 2009 warten.

Hier geht es zur Sonderseite über den Pariser Salon

Nicht ganz so sparsam, dafür aber ab Juni 2009 beim Händler ist der S 400 BlueHybrid – mit dem Mercedes als erster deutscher Hersteller ins Hybrid-Zeitalter startet. Herz des großen Blauen ist ein 279 PS starker V6-Benziner, dem ein 20 PS starker Elektromotor zur Seite steht. Ganz ohne Otto-Power kommt der Benz allerdings nicht von A nach B. Die Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor reicht aber, um den Verbrauch der Limousine auf 7,9 Liter zu drücken – bei einem CO2-Ausstoß von 190 Gramm pro Kilometer. Auf dem ganz in ökobraun gehaltenen Messestand zur Seite steht dem strahlend weißen Schwaben in Paris die dunkle Sportback-Studie Concept Fascination. Ganz ohne Effizienz-Schnickschnack, dafür aber mit den Genen der nächsten E-Klasse.

Hybrid im Serien-7er von BMW gibt es in Paris noch nicht zu sehen

München ist in Paris nur einen Katzensprung von Stuttgart entfernt. Auch bei BMW hängt man das Thema Effizienz hoch – so hoch, dass der BMW 7er ActiveHybrid gleich aufs Dach des Messestandes montiert wurde. Anders als die Kollegen von Mercedes, kann BMW allerdings noch nicht mit einer Serienversion des kräftigen Benzin-Elektro-Duos dienen. Das gleiche gilt übrigens auch für die X1-Studie, die in Paris offiziell vorgestellt wurde. Hinter vorgehaltener Hand machten die Verantwortlichen allerdings keinen Hehl daraus, dass der kleinste X-BMW in spätestens einem Jahr fast unverändert bei den Niederlassungen auftauchen wird. Handlungsbedarf sehen die Designer nur noch beim schrillen Gelbton, der beim Messepublikum für viel Gelächter sorgte.

Keine Brennstoffzelle für den Ka

Eine echte Überraschung steht einige hundert Meter weiter bei Ford. Ein goldener Ka mit einer Brennstoffzelle unter der knubbelkurzen Haube. Zumindest theoretisch. Denn der kleine Kölner mit der Wasserstoff-reinen Weste ist nicht mehr als eine schöne Idee – die im neuen James-Bond-Film eine kleine Nebenrolle spielt. Die aktuelle Ka-Realität kann sich in Sachen Verbrauch zwar sehen lassen, beschränkt sich aber auf klassische Verbrennungsmotoren. Einen Schritt weiter sind die Kölner da schon mit dem Fiesta ECOnetic, dem im Schnitt 3,7 Liter Diesel reichen, was das Umwelt-Gewissen mit verträglichen 98 Gramm CO2 belastet. Letzter Neuzugang im germanischen Öko-Verbund ist der Opel Insignia ecoFlex, mit dem die Rüsselsheimer auf der Grün-Blau-Weißen-Welle mitschwimmen wollen. Viel Erfolg.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.