Paris-Peking 2006

Paris-Peking 2006 Paris-Peking 2006

Paris-Peking 2006

— 03.11.2006

Mercedes auf die harte Tour

13.600 Kilometer von Paris nach Peking. Mercedes schickt 33 E-Klassen zum Härtetest. Um das Langstrecken-Spektakel möglich zu machen, war eine logistische Meisterleistung nötig.

Elektronikärger, SBC-Probleme – dazu der größte Rückruf der Firmengeschichte. Mit der aktuellen E-Klasse (W211) hat sich Mercedes in den letzten Jahren ungeahnten Ärger eingefahren. Dass die Qualität längst wieder stimmt, soll die Marathonfahrt nach Peking unter Beweis stellen. Am Start: Teilnehmer aus aller Herren Länder – und AUTO BILD mit einem Redakteursteam. Die Erlebnisse lesen sie jeden Tag im Internet (www.paris-peking.de). Die Hintergründe lesen Sie hier.

Die Visa-Frage

"Die größte Herausforderung bei den Vorbereitungen war die Beschaffung der Visa für die Teilnehmer. Besonders dann, wenn es in ihren Heimatländern keine Botschaft der Länder, in denen sie fahren sollten, gibt", sagt Frank Bracke von DaimlerChrysler. So existiert in ganz Skandinavien keine Botschaft von Kasachstan. Die Vorbereitungen begannen im März 2006. Zwei Monate später schickte Mercedes drei E-Klassen auf die Reise. Deren Besatzungen fuhren die vorgesehene Strecke ab und gaben nach ihrer Rückkehr grünes Licht für die Route.

Die Vorhut und die Nachhut

Während der Veranstaltung erkundet ein Pfadfinder eine Stunde, bevor sich das Feld in Bewegung setzt, ob die Strecke wirklich befahrbar ist. Am anderen Ende des Konvois kontrolliert der "Lumpensammler", ob jemand verloren gegangen ist.

Das Tankproblem

Die 13.600 Kilometer sollen nicht im Renntempo abgerissen werden, sondern mit sensiblem rechtem Fuß. Schließlich will man das Sparpotenzial moderner Dieselmotoren herausstellen. Polnische Kollegen brauchten zeitweise nur sechs Liter Sprit. Der ist teilweise schon im September auf die Reise gegangen, und zwar im Tankcontainer.

An 23 Betankungspunkten gibt's immer frischen Diesel.

Davon hat die Hamburger Spedition Hoyer 13 Stück zunächst von Gelsenkirchen per Lastwagen nach Rotterdam geschickt. Von dort aus ging es mit dem Schiff weiter nach Klaipeda, St. Petersburg und Shanghai. Einige Container blieben an Land, zunächst auf einem Güterzug nach Polen, dann mit dem Laster nach Kasachastan. Sinn des Containerzuges: Die Karawane just in time mit Kraftstoff zu versorgen. Dafür hat sich Mercedes 23 Betankungspunkte ausgeguckt, die vom Tankteam immer vor dem Tross erreicht werden müssen. Damit das klappt, stellt Hoyer 28 Fahrer unterschiedlicher Nationalitäten und eine mobile Zapfanlage. 60.000 bis 100.000 Liter Diesel, der auch schon winterfest gemacht worden ist, werden auf der Tour verbraucht.

Der Begleittross

Überraschend gering ist bislang der Reifenverbrauch, bis Redaktionsschluss war erst ein Plattfuß bekannt. Auf den schlechten Straßen östlich von Moskau können es leicht mehr werden. Zum

Für alle Fälle immer in der Nähe: Mercedes Sprinter und G-Modelle.

Begleittross gehört eine rollende Reifenwerkstatt von Michelin. Ein mit zwei Reifentechnikern besetzter Mercedes Sprinter hat ein Reifenmontagegerät und 50 Ersatzgummis an Bord. Für alle Fälle sind in Moskau und im kasachischen Almaty Reifenlager eingerichtet worden. Die anderen Autos im Tross sind mit Spezialisten besetzt, die sich um die kleinen und großen Wehwechen der Sternenflotte kümmern. Sollte ein Wagen vom rechten Weg abkommen, steht die G-Klasse mit Bergegeschirr bereit. Die Teilnehmer selbst haben Bergegurt und Klappspaten in ihrer Ausrüstung.

Die Gefahren

Die Schaufeln nützen bei einem ordentlichen Unfall allerdings auch nichts. Ein Lkw-Fahrer verwechselte bei St. Petersburg den Kofferraum einer E-Klasse mit einem Parkplatz. Das eingedrückte Gepäckabteil wurde über Nacht in der Moskauer Daimler-Niederlassung gerichtet.

Die Unterbringung

Prunkvoll: Moskau beeindruckte die Reisenden mit seinen Prachtbauten.

Insgesamt 42 verschiedene Herbergen stehen entlang der Strecke zur Verfügung. Wobei sich der Standard in der kasachischen Steppe massiv von den Prunkbauten Moskaus unterscheidet. Fern vom Kreml wartet auf die Teilnehmer die spannendste Übernachtung: Der Bürgermeister von Balkhash (Kasachstan) hatte schon im Vorfeld Schlafplätze bei Gastfamilien vor Ort organisiert.

Die Sicherheit

Für aufwendigen Begleitschutz sieht Mercedes keinen Anlass. Sämtliche Autos sind mit GPS ausgerüstet, so dass man jederzeit weiß, wo sich welches Fahrzeug befindet. Dazu gibt es eine Notruffunktion und Sprechfunk für handyfreie Zonen. Und für alle Fälle doch ein paar firmeneigene Sicherheitsleute.

Die Verbreitung

Und damit auch möglichst viele Menschen mitbekommen, wie gut die E-Klasse ist, sind nicht nur zahlreiche Journalisten vor Ort, sondern auch ganz normale Autofahrer – so auch ein Leserteam von AUTO BILD. Was das zu berichten hat, lesen Sie in den nächsten Wochen in der AUTO BILD. Im Paris-Peking-Blog finden Sie nicht nur spannende und witzige Berichte der mitreisenden Redakteure, sondern auch viele, viele Fotos!

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