Paris-Peking 2006

Paris-Peking 2006 Paris-Peking 2006

Paris-Peking 2006

— 08.11.2006

Mein größtes Abenteuer

AUTO BILD-Leser Fritz Kirschner (27) in Kasachstan: Was der Landwirt aus Meppen in der E-Klasse auf 2529 Kilometern zwischen Jekaterinburg und Almaty erlebte.

Mein Abenteuer beginnt am östlichen Ende Europas. Ich lasse den Motor unserer E-Klasse in Jekaterinburg an, dieser Millionenstadt am Ural, keine 40 Kilometer von jener gedachten Linie entfernt, die Europa von Asien trennt. Und gefühlte Lichtjahre entfernt von Meppen im Emsland, wo meine Heimat ist und mein Hof. Wir werden in die zweite Gruppe eingeteilt. Um neun Uhr geht es los. Am ersten Tag dieser dritten Etappe auf dem Weg von Paris nach Peking liegen 533 Kilometer vor mir und meinem Partner Artis Niglas aus Lettland. Ich habe mich bei AUTO BILD für die Fahrt durch die Fremde beworben, und nun rollen wir auf der Fernstraße Richtung Süden.

Die Jungs von Mercedes haben alles perfekt organisiert. Als uns 100 Kilometer vor dem Grenzübergang von Russland nach Kasachstan der Bordcomputer einen Luftdruckverlust im Reifen hinten links meldet, dauert es nur wenige Minuten, bis das Begleitfahrzeug, ein Mercedes G-Modell, zur Stelle ist und die Daten überprüft. Wir fahren erst mal weiter. Vorbei an den ganzen russischen Polizisten, die die E-Klassen anhalten und überprüfen und dabei hoffen, ein paar Dollar abzukassieren. Als wir an die Grenze kommen, werden wir zwar durchsucht, aber Russen wie Kasachen sind freundlich und ganz begeistert von der Langstreckenfahrt.

Platten auf dem platten Land: runter mit dem Schuh!

Einen Kilometer später ist der Reifen dann hin. Artis und ich machen uns an die Arbeit, und während mein lettischer Partner die Sachen zusammenpackt, blicke ich über dieses unglaublich flache Land. Ich kneife die Augen zusammen und suche den Horizont, doch der fruchtbare Boden verschwimmt mit dem Himmel. Am Abend gibt es im Hotel in Kostanaj echten Kaviar und Wodka. Mercedes macht’s möglich.

Dann geht die Fahrt weiter. Täglich rund 600 Kilometer. Nach Astana, der Hauptstadt, wo uns am Abend Bürgermeister und Botschafter begrüßen. Weiter nach Balchasch, wo Kinder uns wie Popstars empfangen und ich Autogramme geben muss und junge Mädchen meine Handynummer haben wollen. Ich übernachte bei einer Gastfamilie. Gespräche mit Händen und Füßen; der Hausherr weicht zum Schlafen auf die Küchenbank aus. Mein größtes Abenteuer endet in Almaty. Hotel Intercontinental. Richtig edel. Ich stelle die E-Klasse ein letztes Mal ab. Bis Peking sind es noch 4932 Kilometer.

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