Paris-Premiere Mazda Kiyora — 03.10.2008

Alles im Fluss

Mazda kündigt bei der Paris Motor Show 2008 mit der Kleinwagenstudie Kiyora eine neue Designsprache für künftige Modelle an. Doch auch die Gegenwarts-Produkte Mazda2, Mazda6 und MX-5 haben Neues zu bieten.

Wahre Aufmerksamkeit erreicht man auf Auto-Messen nur mit echten Krachern – auch auf dem Pariser Salon. Das wissen die Jungs von Lamborghini, das weiß aber auch Mazda. Da die Japaner mit dem Furai (Detroit Motor Show) ihr Sportwagensoll für 2008 schon erfüllt haben, sind jetzt Tugenden wie Spritsparen und Umweltbewustsein gefragt. Kiyora heißt die Kleinwagenstudie, die mit einem sparsamen Vierzylinder-Direkteinspritzer und dem bei Mazda entwickelten Start-Stopp-System SISS auf die Zeit nach dem Mazda2 blickt. Ebenfalls Beiträge zum Sparen leisten das neue Sechsgang-Automatikgetriebe und die steife, leichte und aerodynamische Karbonfaser-Karosserie. Weniger als 90 g/km CO2-Ausstoß verspricht das futuristische Mini-Coupé dem europäischen Stadtmenschen – und das bei bei spürbarem Fahrspaß und hohem Sicherheitsniveau.

Der Kiyora transportiert optisch die fließenden Formen von Wasser

Alles im Fluss: Der Innenraum des Kiyora wirkt wie eine Meeresströmung.

Mit der optischen Anmutung eines Tropfens ist der Kiyora (übersetzt "Reinheit") Botschafter der Mazda-Designsprache Nagare, die den Fluss und die Farben des Wassers zum Ausdruck bringt. Türen und Fenster sind aus speziellem Kunststoff und öffnen nach oben. Geschmeidig ansteigende Linien enden in einem Heckspoiler, der mit 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und kurzen Überhängen für die sportliche Note sorgen. Nagare wird auch im Innenraum gesprochen: Blaue und grüne Farbtöne herrschen vor und imitieren für Außenstehende den Blick in tiefe Fluten. Ein transparentes Dach bringt Freiluft-Feeling, das Flüssighaut-Display der Instrumente kräuselt sich bei Berührung wie Wasser. Und: Die Rücksitze verschwinden dank eines flexiblen und robusten Bezugs bei Bedarf. Verlässt der Passagier das Auto, springt der Bezug zurück in seine Originalform und versteckt den Sitz.

Mazda2 und Mazda6 kommen mit neuen Turbodieseln

Der Mazda2 wartet in Paris mit dem neuen 1,6-Liter-Turbodiesel MZ-CD auf.

Noch ist der Kiyora Zukunftsmusik, die Gegenwart heißt u.a. Mazda2. Der Kleinwagen steht auf der Paris Motor Show 2008 mit einem neuen Triebwerk, dem MZ-CD 1,6-Liter Common-Rail-Turbodiesel. 90 PS und ein maximales Drehmoment von 205 Nm bei 2000/min bietet der Selbstzünder, der laut Mazda-Angaben mit 4,2 Litern und 112 g/km CO2 auskommt. Zwischen 5,5 und 5,7 Litern Verbrauch
(147-152 g/km CO2) verspricht der 2,2-Liter-Common-Rail-Diesel des Mazda6, der ebenfalls in Paris Premiere feiert. Er löst mit 125 bis 185 PS den Zweiliter-Vorgänger MZR-CD ab.

Und auch vom Mazda MX-5 gibt's an der Seine was Neues: Der Sportwagen-Klassiker präsentiert sich ein Jahr vor seinem 20. Geburtstag mit höherem Drehzahllimit, mehr Sound beim Beschleunigen und weniger Seitenneigung während der Kurvenfahrt. Neu auf dem europäischen Markt: eine Sechsstufen-Automatik. Beim Roadster Coupé verspricht Mazda außerdem eine gestärkte Premium-Anmutung und einen verbesserten Geräuschkomfort im Innenraum.

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