Pariser Autosalon 2010: Renault DeZir

Renault DeZir in Paris 2010 Renault DeZir in Paris 2010

Pariser Autosalon 2010: Renault DeZir

— 30.09.2010

Stromer der Begierde

Désir heißt auf Deutsch Begierde. Und genau die soll die Renault-Studie DeZir wecken, die sinnliche Formen mit E-Antrieb kombiniert. Jetzt wissen wir, wie schön sauber sein kann.

Nein, diese Flunder mit den Monroe-Kurven ist kein Supersportwagen. Sie ist auch kein Renner aus Maranello und kein Asphaltbrenner aus Zuffenhausen. Sie ist ein Concept Car von Renault. Feuerrot lackiert und mit gegensätzlich öffnenden Flügeltüren ist es so auffällig wie ein Dalmatiner mit roten Punkten. DeZir nennt Renault den Renner mit dem Rombus auf der frechen Schnauze, das passt, denn désir heißt auf Deutsch Begierde – und die weckt die Studie sofort. Das Z in der Mitte ist als Hinweis für den elektrischen Antrieb zu verstehen, die Form der Karosserie gibt laut Renault einen Ausblick auf das künftige Design der Marke. Premiere feiert das Sahnestück auf dem Pariser Autosalon 2010.

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Der DeZir hat nicht einfach nur Flügeltüren, sie öffnen auch noch gegenläufig.

Richtig auf die Pauke haut Renault mit schwelgenden Kurven und kontrastierenden Formen. Die Scheinwerfer des 4,23 Meter langen Zweisitzers strahlen in Prismenform mit gelochten Einfassungen rundum. Die Fahrzeugflanken kennzeichnen glatte Flächen, die durch gelochte Aluminiumpaneele durchbrochen werden. Überhaupt setzt Renault in der nur 1,16 Meter flachen Studie immer wieder Alu als Kontrast ein. Fette 21-Zoll-Räder, ein Leuchtband mit integrierten Rückleuchten sowie die indirekt von hinten beleuchtete Renault-Rhombe sorgen genau wie 1,97 Meter Breite für einen richtig großen Auftritt.

Vorschau: Die Stars auf dem Pariser Autosalon 2010

Das Cockpit erinnert laut Renault an einen Kampffjet.

Die Form der Fahrgastzelle erinnert laut Renault an das Cockpit eines Jagdfliegers. Zwei Kameras verschaffen dem Fahrer der fehlenden Heckscheibe freie Rundumsicht nach hinten. Sitze, Armaturentafel und der Boden sind in weißem Leder gehalten und von roten Armaturen kontrastiert. Die Sitze für Fahrer und Beifahrer sind unterschiedlich gestaltet und in der Bankmitte miteinander verflochten. Auch die Türverkleidungen unterscheiden sich: Die Fahrertür ist rot lackiert, während die Beifahrerseite mit weißem Leder bezogen ist. Ein Display informiert über Route, verbleibende Reichweite und die nächsten Stromtankstellen. Doch gut aussehen allein reicht in der Regel nicht für die große Karriere. Es müssen auch andere Talente ins Spiel kommen. Der Sound des DeZir wurde maßgeschneidert: Er soll andere Verkehrsteilnehmer warnen und kann vom Fahrer an die eigenen Wünsche angespasst werden. Der Elektromotor sitzt im Heck und leistet 150 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 226 Newtonmeter. Das reicht für einen Spurt von 0 auf 100 km/h in fünf Sekunden und 180 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die auswechselbare Lithium-Ionen-Batterie verfügt über eine Kapazität von 24 kWh und ist senkrecht hinter den Sitzen platziert. 160 Kilometer Reichweite sollen möglich sein.

Gleich drei Lademodi stehen zur Auswahl: Die heimische Steckdose bringt den DeZir in acht Stunden wieder in Fahrt, eine Schnellladung an einer 400-Volt-Drei-Phasen-Kraftstrom­steckdose erlaubt eine 80-prozentige Aufladung innerhalb von nur rund 20 Minuten. Dazu macht ein sogenanntes Quickdrop-System den Wechsel der Batterie innerhalb von drei Minuten möglich, ohne dass der Fahrer das Automobil verlassen muss. Dazu ist der DeZir extrem leicht: Die Kevlar-Karosserie bringt nur 830 Kilo auf die Waage. Dank des stromlinienförmigen Fahrzeugbodens und des Diffusors am Heck beträgt der Cw-Wert nur 0,25. Beim Bremsen wird Bewegungsenergie zurückgewonnen und in Form von elektrischer Energie wieder in der Batterie gespeichert. Das alles klingt zu schön, um wahr zu sein. Wieviel DeZir wir irgendwann in einem Renault-Serienfahrzeug sehen, ist offen. Unsere Begiere jedenfalls ist geweckt.

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