Pariser Salon 2006, Teil V

— 06.10.2006

Trends und Traditionen

Weiß ist Trumpf in Paris. Ob Mini, Maybach oder BMW – viele setzen auf die neue Modefarbe. Und auf Platzsparer und Neuauflagen.
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Von Christian Beckmann Wer einmal im Pariser Verkehrsgewühl gesteckt hat, weiß was eng ist. Unterirdisch und vor allem überirdisch geht wenig in der französischen Metropole. Erst recht zu Zeiten des Pariser Salons, wenn sich die Massen zu den Messehallen wälzen. Wohl dem, der dann ein kleines wendiges Auto hat. Zum Beispiel den Smart fortwo, den man nur noch in Rom öfter im Straßenbild sieht als in Paris.

Geschoben und gedrängelt wird auch in den Ausstellungshallen. Dort zeigt Smart an seinem Stand eine besonders schöne Interpretation des Themas "Großstadtgewühl". Zwischen unzähligen weißen fortwo steht "eingekeilt" ein rotes Exemplar – die "edition red" mit 75 PS starkem Brabus-Motor. Das ist das letzte Sondermodell der Mercedes-Benz-Tochter, bevor im Frühjahr 2007 die nächste Generation startet. Für Smart-Chef Ulrich Walker die Forstsetzung einer Erfolgsgeschichte: "Schon der aktuelle fortwo war wirtschaftlich ein Erfolg. Mit jedem der über 750.000 verkauften Exemplare haben wir Geld verdient." Und der nächste fortwo soll dann 2008 sogar den Sprung über den großen Teich schaffen. Vielleicht sogar in der Trendfarbe weiß.

Sportler in Reih und Glied: Auch bei BMW gibt es viel Weiß zu sehen.
Sportler in Reih und Glied: Auch bei BMW gibt es viel Weiß zu sehen.
Denn das ist hier in Paris offensichtlich: Jeder Autobauer, der etwas auf sich hält, hat der bunten Farbenvielfalt abgeschworen. BMW zum Beispiel präsentiert die Flotte seiner potententen Sportler in unschuldigem Weiß – da stehen Z4 M Roadster und M5 farblos in Reih und Glied und sehen dabei super aus. Dagegen verblasst auch das Facelift des X3 in klassischem Silber, obwohl unter der Haube des Münchner Erfolgsmodells der neue Superdiesel mit 286 PS werkelt. Weitere Beispiele für die Trendfarbe, die sich nun endgültig durchzusetzen scheint: Mini Cabrio oder Maybach 57 S. Aber so groß wie die sportliche Luxuslimousine mit dem 550 PS starken Zwölfzylinder muss es gar nicht sein.

Vor allem die Japaner setzen in Paris ihre Tradition bei den Kleinen und Kompakten fort. Daihatsu zeigt den D-Compact X-Over und den Materia, Hyundai präsentiert mit dem Arnejs den Gegenpart zum Kia c'eed. Daneben veredeln die Asiaten ihre bekannten Modelle. Mitsubishi spendiert dem Pajero ein Facelift und verleiht dem robusten Allradler damit eine nie gekannte optische Wertigkeit. A propos Allradler: Volkswagen hat den gelifteten Touareg fertig, und für den Range Rover des Modelljahrs 2007 gibt es einen neuen V8-Diesel mit bärigen 272 PS. Mehr gibt es in der Bildergalerie des letzten Teils über den Pariser Salon.
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