Pariser Salon 2010: Nissan Micra UPDATE

Nissan Micra Nissan Micra

Pariser Salon 2010: Nissan Micra UPDATE

— 08.09.2010

Kleiner für alle

Der neue Nissan Micra ist größer, moderner und praktischer als der Vorgänger. Aber ihm fehlt sein Charme. So ist das, wenn aus einem Invidualisten ein Weltauto wird.

Geben Sie es zu: Der "alte" Nissan Micra war irgendwie süß. Allein der Autor dieses Artikels kennt gleich mehrere Damen, die an den Japaner ihr Herz verloren haben. Doch die Zeiten des Frauenverstehers sind vorbei, im November 2010 rollt die Micra-Generation Nummer vier zu den Händlern. Und er wird als erster Micra weder in Japan noch in Europa gebaut, sondern läuft in vier Nissan-Werken in China, Thailand, Indien und Mexico vom Band. Die für Europa bestimmten Fahrzeuge kommen aus Indien. Ob die Kunden darauf abfahren, muss der Pariser Autoslon 2010 zeigen – dort buhlt der Kleine um Aufmerksamkeit. Durch den längeren Radstand (2,45 Meter, plus 18 Millimeter) gibt es mehr Platz im Innenraum. Dazu tragen auch der Längenzuwachs auf 3,78 Meter (plus 61 mm) und mehr Breite (1,68 m, plus 15 mm) bei. Der neue Micra ist mit 1,52 Meter Höhe außerdem zwei Zentimeter flacher als sein Vorgänger.

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Breite C-Säule, vom pfiffigen Heck des Vorgängers ist nichts mehr übrig.

Bumerang-förmige Rillen auf dem Dach sollen drinnen das Geräuschniveau senken. In Europa wird der Micra wahlweise mit einem 1,2-Liter-Dreizylinder mit variabler Ventilsteuerung und 80 PS (108 Nm/ 115g CO2 pro km) oder einer kompressorgeladenen Version des gleichen Motors mit Start-Stopp und 98 PS (142 Nm/ 95g CO2) an den Start gehen. Wobei vorerst nur der 80 PS-Motor in der Preisliste steht, das aufgeladene Aggregat folgt etwas später. Für beide gibt es eine Fünfgangbox oder ein stufenloses CVT-Getriebe. Mit Schaltgetriebe spurtet der Nippon-Mini in 13,7 Sekunden auf Tempo 100 und soll 170 km/h erreichen. Den Verbrauch beziffert Nissan auf fünf Liter. Mit Automatik wird er langsamer und schafft nur noch 161 km/h. Der Durst steigt auf 5,4 Liter. Einen Diesel wird es nicht mehr geben, auch einen Dreitürer sucht man künftig vergebens in der Preisliste – so spart Nissan Kosten.

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Vorn wirkt der Micra luftig, riesiger Instrumententräger in der Mitte.

Wie üblich bei Nissan gibt es den Micra mit drei Ausstattungen: Visia, Acenta und Tekna. Stets Serie sind eine elektrische Servolenkung, ABS und ESP, sechs Airbags und elektrische Fensterheber für die vorderen Türen. Klima kostet für die Visia-Version extra. Ab der Acenta-Linie spendiert Nissan unter anderem eine Radio/CD-Kombination, eine Klimaautomatik, eine Geschwindigkeitsregelanlage und eine im Verhältnis 60:40 komplett umlegbare Rückbank. Der Kofferraum fasst 265 Liter nach VDA-Norm. Die Top-Variante Tekna lockt mit einem kombinierten Satellitennavigations- und Entertainmentsystem und einem Parkguide. Er taxiert die Länge von Parklücken und signalisiert dem Fahrer, ob der vorhandene Platz für seinen Micra reicht oder nicht. Die Preise: Den Micra Visia gibt es ab 10.470 Euro, als Acenta kostet er 13.240 Euro, für den Tekna werden 15.440 Euro fällig – jeweils mit 80 PS.

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