Partikelfilter-Entscheidung

Partikelfilter-Entscheidung

— 22.12.2005

Der Ruß verzieht sich

Mit der neuen Regierung kommt wieder Leben in die Partikelfilter-Politik: Eine neue Vorschrift soll 30 Prozent der Rußteilchen gesetzlich eliminieren.

Der Bundesrat hat den Weg für die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit Partikelfiltern freigemacht. Zwar gibt es noch keine definitive Entscheidung über die steuerliche Förderung des Rußkillers – allerdings hat die Politik schon mal die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, die für die Hersteller von Nachrüstlösungen von Bedeutung sind.

Die neue Prüfvorschrift sieht vor, daß die Nachrüstsysteme dauerhaft mindestens 30 Prozent der Partikelemissionen ausfiltern. Außerdem sollen sie den Emissionsausstoß um eine Euro-Stufe verbessern. Millionen von Fahrzeugen könnten unter diesen Bedingungen nachgerüstet werden, schätzt das Bundesumweltministerium. Damit ließe sich der Dieselruß-Ausstoß in Deutschland um über 2000 Tonnen pro Jahr reduzieren.

Beim Verband der Automobilindustrie (VDA) und dem Verband der Internationalen Kfz-Hersteller (VDIK) stieß die Entscheidung auf Zustimmung. "Ein wesentlicher Beitrag für den baldigen Start einer breit angelegten und durchgreifenden Nachrüstungsoffensive", kommentierte VDA-Präsident Bernd Gottschalk. Auch Neu-Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich in diesem Thema zu Wort gemeldet. Er geht davon aus, daß sich in Europa Dieselfahrzeuge mit Filter flächendeckend durchsetzen werden. Schließlich sei der vorgeschlagene Grenzwert von fünf Milligramm Rußpartikel pro Kilometer (künftige Euro-5-Norm) wohl nur durch diese Art der Reinigungstechnik zu schaffen.

Autor: Michael Voß

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