Partikelfilter ohne ABE

Partikelfilter ohne ABE

— 15.10.2007

Filter filtern nicht

Einige Rußpartikelfilter verdienen ihren Namen offensichtlich nicht. Jetzt hat das Kraftfahrt-Bundesamt für fünf Produkte des Herstellers GAT die Betriebserlaubnis gelöscht.

Für einige Autofahrer dürfte sich die Nachrüstung ihres Diesels mit einem Partikelfilter als "Luftnummer" erweisen. Am vergangenen Freitag (12. Oktober) hat das Kraftfahrt Bundesamt (KBA) die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) für insgesamt fünf Systeme des Hersteller GAT gelöscht. Es handelt sich um die ABE mit den Nummern 17-114, 17-117, 17-118, 17-070 sowie 17-148, bei denen die Filterwirkung nicht gewährleistet sei. Diese Filter sollen jetzt in Werkstätten nicht mehr eingebaut werden. Wenn doch, dann komme der Nachrüster nicht in den Genuss einer Steuerminderung. Fahrzeugbesitzer finden die entsprechende Nummer auf dem Deckblatt der ABE.

Zuvor wurden in der Öffentlichkeit wiederholt Zweifel an der Wirksamkeit einiger vom Kraftfahrt-Bundesamt genehmigter Partikelminderungssysteme verschiedener Hersteller geäußert. Opel hatte erst kürzlich vom Einbau von Nachrüstfiltern der Firma GAT abgeraten. Das KBA prüft jetzt nach eigenen Angaben weitere Systeme verschiedener Hersteller, ein Ergebnis liegt aber noch nicht vor. Ein Sprecher bestätigte, dass in der kommenden Woche (43. KW) mit weiteren Resultaten zu rechnen sei. Laut Deutscher Umwelthilfe könnten bis zu 60.000 Diesel-Halter von den mangelhaften Partikelfiltern betroffen sein. Diese Zahl wollte das KBA aber nicht bestätigen.

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Rußpartikelfilter

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