Partikelfilter-Skandal

Partikelfilter-Skandal

— 11.12.2008

Die Kulanz verpufft

Neuer Ärger um die defekten Partikelfilter: Die einjährige Kulanzfrist zum kostenlosen Wechsel läuft Ende des Jahres aus. 40.000 Halter hängen in der Luft: kein Ersatz lieferbar.

Der Ärger um unwirksame Nachrüst-Partikelfilter ebbt auch kurz vor dem Ende der Kulanzregelung nicht ab. Von den rund 45.000 betroffenen Autobesitzern warten nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) noch immer rund 40.000 auf einen kostenlosen Austausch. Die einjährige Kulanzregelung läuft zum Jahreswechsel aus, danach droht bei Nichtwechsel der Entzug der Steuerersparnis in Höhe von 330 Euro. "Binnen zwölf Monaten wurde nicht einmal jeder Zwanzigste unwirksame Filter getauscht", klagt DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. So konnte die Firma GAT, Hersteller der meisten verbauten Billigfilter mit zu geringer Wirkung, bislang keine neuen brauchbaren Partikelfilter bereitstellen. Zudem könnte GAT Prüfberichte manipuliert haben, die Staatsanwaltschaft Essen ermittelt wegen Urkundenfälschung.

Außerdem wirft die DUH dem Kraftfahrt-Bundesamt vor, Zulassungen von weiteren unbrauchbaren Filtern nicht nachträglich zurückzunehmen. Die betroffene GAT-Kundin Jeanette F. aus dem Kreis Ludwigsburg wartet seit Monaten vergeblich auf einen neuen Filter: "Das Problem dreht sich im Kreis, und alle halten still." Sie hofft auf eine Verlängerung der Kulanzzeit. Ihre Werkstatt teilte mit, GAT werde Filtersysteme, die vor Oktober 2007 eingebaut wurden, nicht kostenfrei tauschen.

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