Mexiko ist ein Schwellenland

Partneraktion: Ford Leserreise

— 10.06.2016

Mexiko ist ein Schwellenland

Glückwunsch an Kathrin Franke – sie ist die Gewinnerin der ersten Reise mit Ford zu den Traumstraßen der Welt. Begleiten Sie die Frau aus Salzwedel im Ford Focus auf einen Teil der Carrera Panamericana nach Mexiko.

Die erste Etappe von Mexiko Stadt nach Puebla. Zwei Dinge fallen dem Reisenden in Mexiko auf: Der mittelamerikanische Staat ist ein Schwellenland und die Ampeln zwitschern wie Vögel. Bleiben wir zunächst bei den Ampeln. Natürlich zeigen Sie hier Farben an: rot und grün vor allem, gelb eher selten. Oft blinken sie wild, gelten vor allem wenn sie auf rot stehen nicht für jeden. Wobei wir bis jetzt noch nicht herausgefunden haben, wann man als Autofahrer eine rote Ampel ignorieren soll und wann sie gilt. Kein Problem wenn man nicht als erster an der Ampel steht – einfach den Eingeborenen nachfahren. Aber wehe, man muss selber entscheiden, ob die Ampel nun hellrot oder dunkelrot ist. Für Fußgänger ist die Sache da einfacher: Zwitschert die Ampel, etwa in der Tonlage eines liebeskranken Buchfinken, darf man gehen. Schweigt sie, muss er stehen.

Gymnastik für Verkehrspolizisten

Historisch: Ford Focus auf dem riesigen Zocalo, im Hintergrund die Kathedrale.

Andere Länder, andere Sitten. Die Verkehrspolizisten genießen hier anscheinend eine ganz besondere Ausbildung: Sie müssen während der Lehrjahre viel Gymnastik für ihre Handgelenke treiben. Soll sich der Autofahrer sputen, drehen sie ihre Hände flink im Kreis, als hätten sie zuvor ihre Gelenke ausgekugelt. Phänomenal. Leider bleibt viel zu wenig Zeit Mexiko Stadt zu ergründen. Es reicht gerade für den Zocalo, den Platz der Verfassung. Spätestens seit dem letzen James Bond Film Spectre, ist der riesige Platz mit den Regierungsgebäuden, der Kathedrale (1573 bis 1667 erbaut), dem Palacio Nacional und der gigantischen Flagge vielen Kinogängern bekannt.

2300 Meter über dem Meeresspiegel

Farbig: Bunte Häuser gehören zu Mexiko wie Salz in die Suppe.

Während wir mit dem Focus durch die verstauten Seitenstraßen der 20-Millionen-Metropole schleichen, freuen wir uns über die bunt angestrichenen, historischen Häuser. Sie sind sicher ein Grund, warum Mexikos historische Hauptstadt Weltkulturerbe ist. Wir wundern uns aber auch über den teilweise sehr schlechten Zustand der schönen Gebäude. Hier steckt noch viel Arbeit drin. Und der Putz blättert immer wieder aufs Neue ab. Mexiko Stadt ist extrem Smok gefährdet. Zwar gibt es hier nicht mehr Autos als in anderen Millionenstädten dieser Welt. Aber die Lage von Mexiko Stadt ist extrem exponiert: 2300 Meter über dem Meerespiegel gelegen, wird sie von hohen Bergen eingerahmt. Da halten sich die Abgase länger. Die Straßen hätten ebenfalls eine Renovierung dringend nötig. Der Focus, eigentlich sehr ordentlich gefedert, stolpert oft völlig hilflos von einem Loch ins nächste. Und ist mal keines da, liegt garantiert eine dieser fiesen, federbrechenden Schwellen im Weg herum.

Mexiko ist ein Schwellenland

Ungewöhnlich: Solche Autobahnraststätten dienen ganzen Familien als zu Hause.

Raus aus der Stadt, der Autobahn Richtung Puebla folgen. Auch hier gilt: Loch an Loch und hält doch. Und für den Verkehr: langsam aber chaotisch – weltweit eine fast einzigartige Mischung, an der sogar Radfahrer teilnehmen. Richtig gelesen: Hier wird auf der Autobahn geradelt. Und mehr: Am Rand wird gehandelt, gebettelt, gewohnt. Die mexikanische Autobahn ist ein Kosmos für sich.

Ein Zwischenziel heißt Cholula. Hier steht eine alte Pyramide unbekannter Herkunft. Wer sie gebaut hat, wissen die Archeologen nicht. Die wissen nur, dass es keine Außerirdischen waren. Rund um die graue Pyramide stehen auch in Cholula bunte Häuser, schlechte Straßen und Schweller, Schweller, Schweller ... Mexiko das Schwellenland. Je weiter wir uns von der Hauptstadt entfernen, desto ausgefeilter und gemeiner werden die Dinger. Auf dem Weg zum Popocatepetel werden sie teilweise so groß, dass wir den Focus fast drüber heben müssen.

Heute Nacht soll er ausbrechen

Rauch: El Popo ist zurzeit aktiv, pustet Qualm in die Luft. Für Kathrin Franke ein Traummotiv.

Aber es hilft nichts, der Ford muss über die Schweller. Wir wollen hin, zum großen, rauchenden Berg. El Popo bestaunen, wie die Mexikaner ihren Vulkan nennen. Seine technischen Daten: 5462 Meter ist er hoch, rund 70 Kilometer von Mexiko Stadt entfernt, 40 von Puebla. Rund 30 Millionen Menschen leben im Einzugsgebiet des rauchenden Riesen. Und das tut er heute überraschend kräftig: rauchen und qualmen wie ein oller Schornstein. In seinen Gedärmen grummelt und brummelt es, als wolle der Berg allen die zu ihm aufschauen, Respekt einjagen. Heute Nacht soll er ausbrechen, erklärt uns eine Frau die des Weges kommt. Heute Nacht? El Popo hat doch erst am 17. und 18. April 2016 Lava gespuckt und eine 3000 Meter hohe Aschesäule gen Himmel gejagt. Wehe, wenn dieser rauchende Riese mal wieder richtig loslegt. 30 Millionen Menschen! Wir suchen in unserem Focus lieber das Weite und beenden unsere Tagesetappe in Puebla.

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