Zwei Rechts, zwei Links

Partneraktion: Ford Leserreise

— 12.06.2016

Zwei Rechts, zwei Links

Und die Geier warten schon. Dritte Etappe unserer Reise mit Ford auf der Panamericana durch Mexiko. Von Oaxaca nach Tehuantepec. Auf dem Programm: Etwas Kultur und viele Kurven durch die monumentale Natur.

Riesiger Baum, winziger Focus: Ein Ahuehuete Baum.

Etappe drei:
Von Oaxaca nach Tehuantepec. El Abrol del Tule, der Baum von Tule, ist eine mexikanische Sumpfzypresse, auch Ahuehuete genannt. Diese Riesen sind seit 1928 Mexikos Nationalbaum. An sich nichts besonderes, außer dass sie eine Menge Wasser brauchen und steinalt werden können. 2000 Jahre sind für den Abrol del Tule verbrieft, er könnte aber auch 4000 oder 6000 Jahre alt sein. Keiner weiß das mehr so genau. Und der, der ihn einst pflanzte, lebt auch nicht mehr. Unser Focus, den wir für ein Foto kurz darunter parkten, sieht im Vergleich zur riesigen Sumpfzypresse mit 58 Metern Umfang jedenfalls winzig aus – und blutjung natürlich.

Auf allen Vieren durch Grabkammern

Lesergewinnerin Kathrin Franke staunt über die alten Bauten der Zapoteken beim Zwischenstopp in Mitla.

Dabei musste unser Ford heute Großes leisten. Pause durfte er nur beim Baum machen und in Mitla. Hier stehen die Reste einer alten Stadt, die um das Jahr 1000 nach Christus von den Zapoteken kunstvoll erbaut wurde. 1492 kamen dann die Spanier und krallten sich Mitla. Und 2016 staunt unsere Gewinnerin Kathrin Franke über die Kunstfertigkeit, mit der die Fresken in dem alten Palast ausgefertigt sind und krabbelt auf allen Vieren durch Grabkammern. Man glaubt es übrigens kaum: Die Zapoteken hatten schon Löcher für Toiletten im Fußboden und Wasserabflüsse darunter. Hut ab.

Schlaglöcher in der Größe von Froschteichen

Auf dem kurvigen Abschnitt der Panmericana ist Vorsicht geboten: Steinschlag blockiert öfter mal die Straße.

Zwischen Mitla und unserem Etappenziel Tehuantepec schlägt das Herz ambitionierter Autofahrer höher. Die Straße wird zum Traum, windet sich in ausgesprochen eleganten Kurven durch die Sierra Madre, die Mutter aller Gebirge. Zwei rechts, zwei links, das gleichmäßige Strickmuster der Mäander durch die grüne Landschaft lässt sich wunderbar mit dem Focus absurfen. Und trotzdem hat die Strecke ihre Tücken. Wenn Karl Kling 1952 auf der Panamericana eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 165 km/h fuhr, sind heute noch maximal 60 bis 70 km/h drin. Zu viel Steinschlag blockiert den Weg, rote oder grüne Brocken in Fußballgröße liegen immer wieder auf der Straße, Schlaglöcher in der Größe von Froschteichen zwingen zum Abbremsen oder Ausweichen.

Dann diese Lkw. Groß und lang wie Eisenbahnen für die Straße. Immer wieder schleichen sie im Weg herum. Vor allem bergauf. Sie brüllen zwar wie ein angeschossener Bär, kommen aber kaum vom Fleck. Nur ein anderer Autofahrer verdiente sich auf der Strecke unseren Respekt. Oder sollte ich besser sagen: Er hat uns ein wenig Angst eingejagt. Bergab fuhr er nämlich mit dem Messer zwischen den Zähnen, überholte wie von der Tarantel gestochen. Ob ihn der Geist von Karl Kling jagte? Oder hatte er es einfach nur eilig?

Ein Festmahl für Geier

Etappenziel erreicht: Kathrin sieht sich noch schnell die Kirche Santo Domingo in Tehuantepec an, dann geht's ab ins Hotel.

Schwarze Geier, Typus Rabengeier, wissen jedenfalls genau um die Gefahren der Strecke für andere Lebewesen Bescheid und wollen profitieren. Sie kreisen stundenlang über der Strecke in der Thermik, schielen mit ihren dunklen Geieraugen auf die Straße und warten auf ein Opfer. Irgendein Reptil oder vielleicht ein unvorsichtiger Hund wird früher oder später von einem Auto erwischt. Was übrig bleibt ist ein Festmahl für die Rabengeier. Uns bleibt zum Glück ein Unfall erspart. Weiter geht's, raus aus der Mutter aller Gebirge. Das Klima wird tropischer, die Temperaturen klettern auf feuchte 34 Grad. Wir sehen erste Kokospalmen.

In Tehuantepec besuchen wir kurz die hübsche Kirche Santo Domingo, dann geht's ab ins Hotel. Die letzte Etappe führt uns an Tag vier nach Tuxtla, zum Flughafen. Und wir sagen schon heute: Adiós Mexiko. Wir haben nicht das touristische Mexiko gesehen, sondern ein buntes, vielfältiges Land mit fröhlichen Menschen und viel Armut.

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