Mit dem Focus um die Welt: St. Petersburg

Partneraktion: Ford Leserreise

— 08.04.2016

Klaus liebt scharfe Sachen

Willkommen in Chongqing, der dritten Station unserer Weltreise mit dem Ford Focus. AUTO BILD-Leser Klaus Borcherding entdeckt die Stadt am Jangtse – und viel scharfes Essen.

Wenn es in Chongqing am Jangtse etwas Besonderes gibt, dann ist es die Küche. Hier, in der westchinesischen Provinz Sichuan, wird ein ganz spezieller Pfeffer ins Essen gestreut, hergestellt aus den Beeren der Stachelesche, die in den Bergen wächst. Glauben Sie es: Das Zeug kommt direkt aus der Hölle auf die Zunge. Und brennt dort – na klar – höllisch. Für Klaus Borcherding (66) aus Lotte bei Osnabrück, der sich für die Weltreise bei AUTO BILD beworben hatte, ist das eine schöne Herausforderung. Denn er liebt scharfe Sachen und ging auch deshalb mit uns auf Tour nach Chongqing. Auch hier wird der Ford Focus, das meistgebaute Auto weltweit, produziert.

Chongqing ist aber dennoch Weltmeister: Mit 82.000 Quadratkilometern – etwa die Fläche Österreichs – ist es die größte Stadt der Welt. 33 Millionen Menschen leben hier, fast alle in Wolkenkratzern. Wie Claire Wan, die uns ihre Stadt zeigt. Claire heißt eigentlich Hongyu. In China ist es bei jungen Leuten in, sich einen zweiten, europäischen Vornamen zu geben. Vor allem wenn sie für eine westliche Firma arbeiten. "Das ist für unsere Chefs leichter auszusprechen", erklärt die zierliche Angestellte von Ford in Chongqing.

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Tag 1: Hier kommt Klaus

Mutiger Klaus: ein Biss in die kleine Schote – im nächsten Moment war das Lachen weg.

Chongqing ist eine Autostadt, schon weil die Entfernungen riesig sind. Als Erstes geht es im Ford Focus nach Ciqikou, auf Deutsch: Porzellanhafen. Es ist das letzte Stück vom alten Chongqing, das die bauwütigen Chinesen stehen ließen. Früher wurde hier einmal Porzellan hergestellt, weil es in der Gegend die passende Erde gibt: Kaolin, weißer Ton. Heute kocht man in Ciqikou. Ganz Chongqing riecht nach Essen. Schon auf dem Weg vom Hotel läuft Klaus Borcherding das Wasser im Munde zusammen. Durch das einen Spalt geöffnete Fenster strömen die Düfte in den Focus. Durch Ciqikou geht es nur zu Fuß. Ein schmaler Pfad, teilweise mit Holzbohlen gepflastert, windet sich bergauf, bergab. Rechts und links traditionelle Holzhäuser, davor Stände mit Gebratenem, Gesottenem oder in Fett Gebackenem. Entenschnäbel, Hühnerfüße mit Krallen, Wachteleier, Rinderpe... sowie andere undefinierbare Tierteile. Und immer wieder liegen kleine, fiese Chilischoten dazwischen. Klaus kostet. Der Chili ist klein, aber scharf. Sein Gesicht wechselt die Farben schneller als ein Chamäleon auf Brautschau. Erst rot, dann blau, später bleich. "He..., he..., heiß", stottert er und blickt drein, als hätte er Verbrennungen dritten Grades in der Mundhöhle.

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Tag 2: Klaus entdeckt die Langsamkeit

Klaus muss auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. In China gilt nur der chinesische Führerschein.

Weiter im Programm. Mit dem Focus geht’s durch den wuseligen Verkehr zur Volkshalle. Etwa 30 Minuten Fahrzeit. Wenn kein Stau ist, so wie heute. Doch die kleine Claire schlängelt den Focus geschickt durch alle Lücken: "Wir Chinesen sind Weltmeister im Drängeln – auch am Steuer." In den 50er-Jahren gebaut, diente die Volkshalle einst als Messehalle, dann als Rathaus, heute kann man sie für Veranstaltungen mieten. Nächste Ziele: die Seilbahn in Yuzhong über den Jangtse und der Zoo. Der liegt im Stadtteil Jiulongpo. Klaus juckt es in den Fingern, zu gerne würde der ehemalige Busfahrer den Focus auch mal fahren. Leider unmöglich, er besitzt keinen chinesischen Führerschein. Ab in den Zoo, die acht gemütlichen Pandas bewundern, danach noch einen kleinen, scharfen Fleischspieß verdrückt und auf zum Shopping in Chongqing.

Tag 3: Klaus liebt Shopping

Video: Ford Focus China

Mit dem Focus um die Welt

China ist wohl das einzige Land auf der Erde, in dem das Qualitätssiegel "Made in China" dem Kunden kein ironisches Lächeln ins Gesicht zaubert. Kleine, grellbunte Püppchen, flatternde Papiervögel – Billigware aus Vietnam, haltbar wie ein Schmetterling im Monsun. Qualität aus China sieht anders aus. Klaus klettert aus dem Ford Focus, stapft direkt ins Einkaufszentrum von Yuzhong. Hübsch gemacht, schmiegt es sich elf Etagen hoch in den Hang, kopiert den alten chinesischen Baustil. Vier bis sechs Fahrstühle bringen die Kunden zu ihren Wünschen. Aber Eile mit Weile bitte. Es muss ja Zeit für die Vorfreude bleiben. Die Fahrstühle legen ein Tempo an den Tag, als würden sie von einer Schar Weinbergschnecken nach oben gezogen.


Bunt und zerbrechlich: Billig-Souvenirs, nicht unbedingt made in China. Vieles kommt aus Vietnam.

Zweite Etage: Damenoberbekleidung, Schmuck und andere scharfe Sachen. Ein Juwelier lockt mit schicken Uhren. Die kleine Dame führt uns ihre Kollektion vor. Eleganz mit großen Namen: Breitling, Rolex, Omega. "Good quality", preist sie ihre "Originalstücke" an. Klaus guckt, staunt, fragt, bekommt Antworten. Alle made in China, den Originalen zum Verwechseln ähnlich, Preis: 500 Yuan, knapp 70 Euro. Wer fleißig handelt, bekommt sie auch billiger, viel billiger. Willkommen in China, hier ist nicht alles so echt, wie es des Anschein hat. Auf der Straße sieht es ähnlich aus. Mercedes, BMW, Porsche geben sich hier ein Stelldichein. Original lebt neben Fälschung, jeder erkennt es, keinen stört es. Zum Glück ist unser Ford Focus ein Original. Klaus braucht was Scharfes gegen den Hunger, Claire empfiehlt Feuertopf, die chinesische Variante unseres Fondue. Nur statt Fett brodelt gefährlich rote Brühe im Topf. Ein Stelldichein aus Chili und Sichuan-Pfeffer. Die Chinesen tunken am liebsten Hühnerfüße oder Schafsinnereien in die heiße Brühe. Wir nehmen Rindfleisch und verbrennen uns den Schnabel.


Der aktuelle Focus kommt aus dem Werk 1 in Chongqing. Rund 5000 Mitarbeiter bauen hier den kompakten Ford für den chinesischen Markt zusammen.

Szenenwechsel. Wir fahren im Focus in die Gongyuan Road. Wolkenkratzer, Prada, Gucci, Apple. Bunt blinkende Leuchtreklame. Das moderne China. Konsum steht hier ganz oben auf der Wunschliste der meisten Chinesen und – bitte möglichst teuer. Was sollen bitte die lieben Nachbarn denken, wenn die Schuhe nicht von Jimmy Choo stammen, der Duft von Chanel? Hier gibt es das Gleiche wie in allen Metropolen der Welt. Und es kostet auch genauso viel, teilweise sogar mehr. Nicht mal Apple-Produkte sind preiswerter, obwohl sie doch hier, im Reich der Mitte, hergestellt werden. Qualität made in China hat eben ihren Preis. Wie auch der Ford Focus. 170.000 Yuan kostet er, rund 24.000 Euro. Wie bei uns. Aber das ist er auch wert, denn er ist genauso gut wie der aus Saarlouis. Am Abend zeigt sich Chongqing noch mal von seiner Schokoladenseite. Bunt erleuchtet, wie die Kulisse für den neuen James-Bond-Film. Wir müssen nun Abschied nehmen. Nein, wir sagen an dieser Stelle mal nicht Tschüss. Das bedeutet in China nämlich: Scher dich zum Teufel. Wir bleiben bei Auf Wiedersehen. Zai jian Chongqing. Xie xie Claire, danke, dass du uns deine Stadt gezeigt hast. 
Changan Ford in Chongqing
Seit 2001 gibt es die Zusammenarbeit zwischen Ford und dem chinesischen Automobilhersteller Changan. In drei Werken werden komplette Autos und Komponenten wie Getriebe und Motoren produziert. Der aktuelle Focus kommt aus dem Werk 1 in Chongqing. Rund 5000 Mitarbeiter bauen hier den kompakten Ford für den chinesischen Markt zusammen.


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