Partneraktion: Skoda Yeti-Extratour

— 17.11.2012

In einem fernen Land

Zum dritten Mal ging die Yeti-Tour mit AUTO BILD-Lesern auf Fernreise. Diesmal ins Abenteuerland Kambodscha. Gezeichnet von der brutalen Vergangenheit, hat hier die Zukunft gerade erst begonnen.



Som sva kum" und "Samman Lahoor", willkommen und viel Glück. Hundertfach hören wir es. Immer wieder. Aus fröhlichen Kindermündern und sonnengegerbten Gesichtern. Viel mehr als Gastfreundschaft können diese einfachen Menschen nicht geben. Aber die Herzlichkeit überschüttet uns wie ein lauwarmer Monsumregen. Wir sind mit sechs Lesern auf Skoda-Yeti-Tour durchs Königreich Kambodscha. Ein Land, dessen jüngste Geschichte das 14-Millionen Volk fast bis in die Steinzeit zurückgeworfen hat.

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Kambodscha – ein Land sucht Anschluss

Die Yeti-Extratour startete in Phnom Penh und endete nach sechs ereignisreichen Tagen in Siem Reap.

Französische Kolonialherrschaft, Bürgerkrieg und das Terrorregime der Roten Khmer zehrten das Land aus. Noch 1970 wurde Kambodscha wegen seines hohen Lebensstandards als die Schweiz Südostasiens bezeichnet, heute zählt es zu den ärmsten Ländern der Welt. Nach der nahezu kompletten Ausrottung der kambodschanischen Intelligenz überlebten nur 30 Lehrer die Konzentrationslager und Killing Fields des Pol-Pot-Regimes (1975 bis 1979). 30 Lehrer für eine ganze Generation, für ein Land, halb so groß wie Deutschland. Bildung, Industrialisierung und Wohlstand haben seit den dunklen Tagen einen weiten Bogen um das einst hoch entwickelte Land zwischen Thailand, Laos und Vietnam gemacht. Und das spürst du. Auf jedem Meter.

Video: Skoda Yeti-Tour

Mit Skoda in Kambodscha

Neben dem Textilgewerbe (Exportanteil über 70 Prozent) zählt der Tourismus heute zu den tragenden Wirtschaftssäulen Kambodschas. So wurden die Tempelanlagen von Angkor in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen und sollen bis 2015 über sechs Millionen Besucher pro Jahr anziehen – fast das Dreifache von 2012. Zu den größten Problemen der Wirtschaft zählen nach wie vor der Bildungsnotstand – vor allem auf dem Land –, Korruption und Bürokratie. Zudem machen Kambodscha weiterhin Umweltprobleme durch massive Abholzung des Regenwalds sowie extrem hohe Energiekosten zu schaffen.

Ein Unfalltoter kostet hier 1000 Dollar Strafe 

Die sechs Yeti-Ritter (von oben links): S. Michel, J. Seiferth, F. Lindner, J. Saxler, S.Leuchten und B. Wichmann.

Tag 1: Wir starten in Phnom Penh, der Hauptstadt. Wenn Kambodscha ein Herz hat, schlägt es hier. Die Zwei- Millionen-Metropole erwacht gerade aus der Depression und ist gemessen an anderen Megacitys Asiens fast gespenstisch leise. Phnom Penh ist fest in Hand der Zweiräder. Mofas, Fahrräder und Tuk Tuks, motorisierte Rikschas, teilen sich die Straßen nach der Chaostheorie. Autos sind klar in der Unterzahl, die wenigen aber fahren wie die Wilden. Wer im Verkehr einen tötet, erzählt man uns, kommt nicht etwa ins Gefängnis, sondern zahlt 1000 Dollar an die Familie des Opfers. Asiatischer Pragmatismus. Unsere Yeti fallen hier auf wie bunte Paradiesvögel. Als wir die Stadt Richtung Südwesten verlassen, stoßen wir an jeder Ecke auf Fotos und Begräbnisfeierlichkeiten zur Ehren des gerade verstorbenen Ex-Königs Norodom Sihanouk. Der ebenso geliebte wie schillernde und umstrittene Monarch herrschte 63 Jahre über ein Volk, das heute zu mehr als 65 Prozent an der Armutsgrenze lebt. Was das bedeutet, merken wir schnell. Hinter den Toren Phnom Penhs beginnt zügig Kambodschas Ist-Zustand. Menschen, die in so unvorstellbarer materieller Armut darben, dass es uns bei über 35 Grad und extremster Luftfeuchtigkeit schon fast peinlich ist, angenehm klimatisiert an ihrer kargen Realität vorbeizurollen.

Kambodschas Straßen: Eine echte Prüfung für den Allrad-Yeti

Nur 20 Prozent aller Straßen Kambodschas sind asphaltiert. Staubige Pisten gehören zum Alltag der Yeti-Tour.

Längst greift das grobe Profil unserer Allrad-Yeti in keine glatten Teerdecken mehr. Stundenlang schaukeln wir nun über rostrote Sandpisten. Teilweise in Schrittgeschwindigkeit. Nur 20 Prozent von Kambodschas Straßen sind asphaltiert, Schlaglöcher, in denen ein Smart verschwinden könnte, tauchen jetzt ebenso regelmäßig wie unangekündigt aus dem Off auf. Die roten Staubbänder führen uns in die Provinz Koh Kong an den Golf von Siam, unweit der thailändischen Grenze. Vorbei an riesigen Mangrovenwäldern und Gummibaum-Plantagen, in denen Naturkautschuk zur Herstellung von Gummi gewonnen wird. Die Leser sind fasziniert von der Landschaft und angetan von der Freundlichkeit der Menschen. Aber wir sehen kaum mal Ältere. Nachdem die Roten Khmer fast ein Viertel der Bevölkerung ermordet hatten, liegt das Durchschnittsalter der Kambodschaner heute bei nur noch 21,7 Jahren, die durchschnittliche Lebenserwartung bei gerade mal 59. Als wir am Ende des ersten Tages unser Ziel erreichen, hat sich längst ein tiefschwarzes Bettlaken über den Ta Taï River gelegt. Die Nacht wird kurz.

Eine Vermisste wurde nach 20 Jahren wiedergefunden

Ab durch die Badewanne: Flussquerungen nahmen die Yeti-Tour Mitglieder mit trockenem Humor.

Tag 2: Mit Sonnenaufgang wirft Kambodscha seinen Umluftherd an. Wie immer in dieser Jahrezeit hat es nachts sturmflutartig geregnet. Wasser, das jetzt verdunstet. Die Kleidung klebt nach Sekunden am Körper. Es ist Ende der kalten Regenzeit, das Thermometer springt auf über 30 Grad. Rein in die kühle Skoda-Oase, heute geht es in den Dschungel. Die Yeti winden sich über teilweise abenteuerliche Pfade immer tiefer in den Regenwald mit bis zu 50 Meter hohen Bäumen. Dieses grüne Meer diente James Camaron als Bühne für seinen Science-Fiction-Film "Avatar". Hier eine Panne, und sie finden dich erst Wochen später. Wenn du Glück hast. 2007 sollen sie unweit unserer Route eine vermisste Frau wiedergefunden haben. Nach 20 Jahren. Wir erklimmen Hochebenen auf denen bis zum Horizont sämtliche Bäume brandgerodet wurden, um Feldfrüchte anzubauen, und wir staunen über Megabaustellen mitten im Dschungel. Die Chinesen errichten gerade vier Staudämme, riesige Wasserkraftwerke. Kambodschas enormes Defizit in der Energieerzeugung gilt als eines der massivsten Entwicklungshemmnisse, der Strompreis zählt zu den höchsten in Asien. Es gibt wieder viel zu erzählen am heutigen Abend.

Angkor war einst die größte Stadt der Welt

Nur ein Höhepunkt der Yeti-Tour: der Besuch der Tempelanlagen von Angkor.

Nur ein Höhepunkt der Yeti-Tour: der Besuch der Tempelanlagen von Angkor.

Tag 3: Langsam entlässt uns der Dschungel aus seinem dichten Wurzelwerk. Die Landschaft wird offener, erstmals haben wir wieder Asphalt unter den Rädern. Die Yeti schütteln sich den Staub vom Lack. Wir notieren einen aufgeschlitzten Reifen, verstopfte Dieselfilter mussten mehrfach freigebrannt werden – geschuldet der schlechten Spritqualität. Über Battambang, der zweitgrößten Stadt Kambodschas, geht es nun zügig Richtung Siem Reap. Dort erwarten unsere Yeti-Ritter die einzigartigen Tempelanlagen von Angkor mit dem bekanntesten Haupttempel: Angkor Wat. Mehr als 1000 Heiligtümer wurden bereits entdeckt, zum Höhepunkt des historischen Königreichs Kambuja (9. bis 15. Jahrhundert) sollen hier eine Million Menschen gelebt haben. Mehr als irgendwo sonst in einer Stadt. Heute steht das Kulturerbe für die Zukunft des Landes. Kambodscha setzt auf Tourismus. Ganz friedlich. Sehen Sie in der Galerie die Bilder dieser abenteuerlichen Reise.

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