Passagiere fühlen sich nicht mehr sicher

Passagiere fühlen sich nicht mehr sicher

— 20.06.2003

Schlechte Noten für den Reisebus

Busse gelten trotz der verheerenden Unfallserie nach wie vor als sicherstes Verkehrsmittel. Das Vertrauen der Fahrgäste aber sinkt dramatisch.

Die schweren Busunfälle in den vergangenen Wochen zeigen Nachwirkungen. Nach einer repräsentative Umfrage des IFAK-Instituts für Markt- und Sozialforschung haben viele Menschen das Gefühl der persönlichen Sicherheit in Bussen verloren: Der Reisebus erhielt nur die Note 3,1. Damit liegt er hinter dem Auto und der Bahn (jeweils Note 2,2) und dem Flugzeug (2,6) auf dem letzten Platz. Sieben von zehn Deutschen haben sich für eine Anschnallpflicht in Reisebussen ausgesprochen – 80 Prozent würden sich auch freiwillig anschnallen.

Politik, Industrie und Gewerbe betonen weiterhin, dass der Omnibus trotz der tragischen Unfälle in jüngster Zeit nach wie vor das sicherste Personenverkehrsmittel auf der Straße sei. Jährlich legen rund 80 Millionen Fahrgäste knapp 21 Milliarden Personenkilometer mit Reisebussen zurück. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) sollen die Fahrgäste sich schon bei der Reisebuchung über das angebotene Sicherheitsniveau informieren können. Dafür soll ein gemeinsames Gütesiegel "Sicheres Omnibusreisen" geschaffen werden.

Der ADAC reagiert mit anonymen Tests von Busunternehmen: Dabei sollen spezielle Tester getarnt als gewöhnliche Passagiere an Reisen teilnehmen. Mit der Untersuchung solle ein Überblick über die Risiken und Schwächen von Busreisen gewonnen werden – die Ergebnisse sind für den Herbst angekündigt. Ebenfalls im Gespräch: Anschnallpflicht für alle Insassen. Was für die Busgesellschaften Nachrüstungen in Millionenhöhe bedeuten würde.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.