Pebble Beach 2014: Supersportler-Highlights

Bugatti Veyron Ettore Bugatti Jaguar E-Type Lightweight Renovo Coupé

Pebble Beach 2014: Supersportler-Highlights

— 18.08.2014

Die Highlights in Pebble Beach

McLaren P1 GTR, Bugatti Veyron Ettore Bugatti, Jaguar E-Type Lightweight, ein spezieller BMW i8 und der elektrische Renovo. Wir zeigen die Highlights aus Pebble Beach!

Wer den 2,5 Millionen Dollar teuren P1 GTR kaufen will, muss die Straßenversion für eine Million schon in der Garage stehen haben.

Pebble Beach ist längst keine reine Oldtimer-Veranstaltung mehr. Neben den klassischen Preziosen glänzen auf dem Concours d'Elegance 2014 auch die neuesten Supersportler. Das heißeste Geschoss kommt von McLaren und ist eine Rennversion des P1. Als GTR wird der Tiefflieger für die Rundstrecke rund 1000 PS und ebenso viele Newtonmeter haben, noch böser aussehen, noch besser auf dem Asphalt kleben – und noch exklusiver sein. Denn erstens werden ab nächstem Sommer nur rund 30 Exemplare gebaut. Zweitens gibt den GTR nur für all jene, die schon mal eine Million für den P1 bezahlt haben. Und drittens kostet die Rakete aus Woking stolze 2,5 Millionen Euro.

Der letzte Bugatti Veyron der "Legenden"-Serie trägt den Namen des Firmengründers: Ettore Bugatti.

Die Gäste in Pebble Beach scheint das allerdings nicht zu stören: Schon am Morgen nach der Enthüllung waren die ersten 20 Autos verkauft. Dass es noch teurer geht, zeigt – wie könnte es anders sein – die noble VW-Tochter Bugatti. Die enthüllt in Pebble Beach als letzte von sechs "Legenden" den 1200 PS straken Veyron "Ettore Bugatti" und ruft für das vor allem optisch veredelte PS-Kunstwerk sogar 2,8 Millionen auf. Auch das stört die Auto-Afficionados wenig und genau wie McLaren meldet auch Bugatti nach ein paar Stunden: "Alle drei Exemplare sind verkauft." Weder die schnellste, noch die teuerste, dafür aber die vielleicht passendste Premiere von Pebble Beach ist der Lightweight E-Type von Jaguar.

Jaguar Special GT Lightweight E-Type

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Einer von sechs originalgetreuen Nachbauten des Jaguar E-Type Lightweight von 1963.

Denn auf der einen Seite ist der 344 PS starke Rennwagen ein nagelneues Auto, das 2015 in den Handel kommt. Und auf der anderen Seite ist es eine Konstruktion von 1963, die jetzt orginalgetreu umgesetzt wird, weil damals nicht alle 18 reservierten Fahrgestellnummern genutzt worden sind. Egal, ob man ihn jetzt als Oldtimer oder Neuwagen ansieht, der Lightweight hat alles was es braucht, um in Pebble Beach zum Star zu werden: Er ist wunderschön, saumäßig schnell, mit nur sechs Exemplaren extrem selten und mit knapp zwei Millionen Euro sackteuer. Und vor allem ist auch er schon bei der Premiere ausverkauft.

Ferrari 250 GTO stellt Auktionsrekord auf

Ferrari 250 GTO: Auktionsrekord Ferrari 250 GTO: Auktionsrekord Ferrari 250 GTO: Auktionsrekord

Das teuerste Auto der Welt: Dieser Ferrari 250 GTO erzielte einen unglaublichen Versteigerungswert von 38,1 Millionen Dollar.

Ob neuer Supersportwagen, historische Luxuslimousine oder ein Zwitter wie der Lightweight  – Männer wie Robert Brooks oder Alain Squindo machen da keine großen Unterschiede. Als Chefs von Auktionshäusern wie Bonhams und RM bedienen sie reiche Raser genauso gerne wie die millionenschweren Sammler – und haben damit reichlich zu tun. Nicht umsonst hat RM hier im letzten Jahr mit 150 Millionen Dollar in zwei Tagen den größten Umsatz aller Zeiten gemacht. Und nicht ohne Grund hat Bonhams mit den 38,1 Millionen für einen Ferrari 250 GTO in diesem Jahr den höchsten Preis in der Auktionsgeschichte erzielt.

Klassiker-Treffen: Pebble Beach 2014

Showtime in Pebble Beach 2014 Showtime in Pebble Beach 2014 Showtime in Pebble Beach 2014

Retro-Design und Elektroantrieb: Der knapp 600.000 Dollar teure Strom-Sportler Renovo orientiert sich optisch am Shelby Coupé von 1964.

Brooks und Quindo haben keinen Zweifel daran, dass dieser Trend anhält: "Es gibt so viel Geld auf der Welt und kaum eine bessere Anlage als Sachwerte", sagt Brooks: "Warum also sollten die Oldtimerpreise nicht weiter steigen?" Zumal man die Rendite auch einstreichen kann, ohne dass man ein Auto wieder verkaufen muss, argumentiert Bonhams-Chef: "In dem man sich ans Steuer setzt und es einfach genießt." Mittelfristig könnten die Experten mit ihrer Einschätzung Recht behalten. Doch beim Blick in die fernere Zukunft wird ihnen etwas bange. Denn keiner der PS-Profis glaubt ernsthaft, dass heute noch Autos gebaut werden, die in 50 Jahren Preise erzielen wie aktuell die Klassiker aus den Sechzigern.

Elektro-Tuning: US-Tuner Saleen verfeinert den Tesla Model S.

Elektroautos jedenfalls, das ist ein Eindruck von dieser Woche in Pebble Beach, dürften es jedenfalls nicht sein: Zwar hat Tesla mehr Testwagen nach Monterey gebracht als Bentley oder McLaren. Überall auf der Halbinsel surren Neugierige in einer Demo-Flotte von Dutzenden BMW i8 durch die Straßen. Und auf dem Concept Car Lawn stehen erstmals ein getuntes Model S und als knapp 600.000 Dollar teurer Renovo eine elektrische Neuinterpretation jenes Shelby Coupés, das 1964 in LeMans gewonnen hat. Doch so ganz angekommen sind die Stromer bei den Car-Guys offenbar noch nicht. Zumindest nicht bei den verwöhnten Jungs vom Valet-Parking in einem der Veranstaltungshotels: Als dort die ersten Gäste im i3 vorgefahren kamen, bekam der elektrische Kleinwagen glatt einen Platzverweis: "Unsere Parkplätze sind reserviert für echte Autos."

Autor: Thomas Geiger

Stichworte:

Pebble Beach

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