Peking halbiert Neuzulassungen

— 27.12.2010

Kampf dem Superstau

Peking will 2011 im Kampf gegen den Verkehrskollaps die Zahl der Neuzulassungen halbieren, berichtet das "Handelsblatt". Die Nachricht schlug spürbar in der Börse ein.

(dpa) Peking will den drohenden Verkehrskollaps bekämpfen – und die Aktien deutscher Autohersteller brechen ein. Die Kurse der Papiere von Volkswagen, BMW und Daimler fielen am Montagvormittag (27. Dezember 2010) in der Spitze um bis zu fünf Prozent, nachdem das "Handelsblatt" berichtet hatte, die Stadtregierung von Peking wolle im Kampf gegen die Staus in der Millionenmetropole die Zahl der Neuzulassungen 2011 halbieren. Schlusslicht war die VW-Aktie mit einem Minus von 4,53 Prozent auf 122,30 Euro.

Pkw-Neuzulassungen: Hier gibt es alle Hitlisten

"Der Boommarkt China ist gerade für die deutschen Autobauer ein sehr wichtiger Absatzmarkt", sagte Aktienhändler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade. "Absatzrestriktionen würden einen harten Schlag bedeuten." Dem Bericht zufolge gilt die Entscheidung der Behörden in der chinesischen Hauptstadt als richtungsweisend für die Verkehrspolitik des Landes.

Pkw-Neuzulassungen weltweit im November 2010

Insgesamt gab der Dax nach dem Handelsstart um 1,19 Prozent auf 6973,76 Punkte nach und sackte damit wieder unter die psychologisch wichtige 7000-Punkte-Marke. Im Plus lag am Vormittag nur die Aktie des Salzherstellers K+S, der nach wie vor vom Winterwetter profitiert. Deutsche Autowerte hatten im Börsenjahr 2010 zu den großen Gewinnern im Dax gezählt – vor allem wegen ihres Erfolgs in China und anderen Schwellenländern.

In China stiegen die Neuwagenverkäufe im November 2010 noch kräftig an (plus 30 Prozent). Die Nachfrage erhält dort zurzeit zusätzliche Impulse, da das Abwrackprogramm Ende 2010 ausläuft und der Steuersatz beim Neuwagenkauf aller Voraussicht nach zeitgleich wieder erhöht wird. Beides führt aktuell zu Vorzieheffekten. Bis einschließlich November erreichte der Pkw-Markt in China bereits ein Volumen von knapp 10,2 Millionen Fahrzeugen und wuchs damit im Vorjahresvergleich um 37 Prozent.

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Kommentare zum Artikel (2)

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Tis
27.12.2010, 18:42Uhr

Nicht nur die Autos.
Auch eine Menge an Autoteilen kommt mittlerweile aus diesen Sklavenlohnland.

Deshalb boykottiere ich diese oben genannten Marken bis auf die Knochen.

hanspeter
27.12.2010, 15:11Uhr

"Der Boommarkt China ist gerade für die deutschen Autobauer ein sehr wichtiger Absatzmarkt", sagte Aktienhändler Andreas Lipkow = LÜGNER !!!

Keines dieser Autos wird noch in Deutschland gebaut !!

Seite 1

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