autobahn straße schere schneiden

Pendlerpauschale

— 10.06.2008

Der Streit geht weiter

Die Diskussion um die Wiedereinführung der Pendlerpauschale setzt sich fort. In einer gemeinsamen Sitzung konnten sich CDU und CSU nicht einigen. Der ADAC forderte aufgrund der hohen Spritpreise eine Erhöhung der Pauschale.

Autofahrer, die angesichts der steigenden Spritpreise auf eine Wiedereinführung der Pendlerpauschale hoffen, müssen sich weiter in Geduld üben. Die Diskussion um die Erhöhung der Pauschale setzt sich fort. In einer gemeinsamen Sitzung der Fraktionschefs von CDU und CSU kam es zu keiner Einigung. Der CSU-Vorsitzende Erwin Huber betonte, seine Partei beharre darauf, Berufspendler wegen der hohen Kosten für Diesel und Benzin möglichst rasch zu entlasten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt dagegen: Man wolle die Pendler zwar unterstützen, aber "nicht auf Pump" und verwies damit auf die bereits vorhandenen Belastungen durch die Anhebung des Kindergelds und die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst. Auch CDU-Fraktionschef Volker Kauder zeigte der CSU die kalte Schulter: "Wenn die Preise für Benzin und Diesel weiter steigen, hilft die Pendlerpauschale auch nicht weiter." Das Vorhaben eines Etats ohne neue Neuverschuldung müsse erhalten bleiben.

ADAC: Bundesregierung soll sich am Beispiel Österreich orientieren

Die Pendlerpauschale war 2006 von der großen Koalition weitgehend gestrichen wurden. Berufspendler hatten bis Ende 2006 die Möglichkeit, den einfachen Weg zur Arbeit mit 30 Cent pro Tag und Kilometer von der Steuer abzusetzen. Seit Anfang 2007 geht das erst ab dem 21. Kilometer. Vor allem Berufstätige mit kurzen Arbeitswegen müssen seitdem erheblich tiefer in die Tasche greifen. Der ADAC forderte die Bundesregierung unterdessen auf, zur alten Regelung zurückzukehren und sich zudem am Beispiel Österreichs zu orientieren. Nach ADAC-Angaben erhöht Österreich die Pendlerpauschale zum 1. Juli um zehn und das Kilometergeld um 12 Prozent. "Die österreichische Regierung macht der deutschen vor, wie schnelle Hilfe funktioniert", sagte ADAC-Vizepräsident Ulrich Klaus Becker. "Unsere Nachbarn haben sehr eindrucksvoll gezeigt, dass sie die wachsenden Sorgen ihrer Autofahrer ernst nehmen und sich unverzüglich um eine finanzielle Entlastung kümmern. Die deutsche Regierung scheint sich dagegen für die Nöte der Autofahrer nicht zu interessieren", so Becker weiter.

Autor: Jan Kretzmann

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.