Merkava-Kampfpanzer und Pereh-Raketenpanzer

Pereh-Raketenpanzer: Enttarnt

— 10.10.2015

Dieser Panzer war streng geheim!

Jetzt erst aufgedeckt und offiziell bestätigt: Unter diesem Panzer steckt seit 30 Jahren eine Geheimwaffe! Alle Infos zu Israels Verschleierungstaktik.

Mit einem lapidaren Post auf Twitter, der noch nicht einmal den Namen des fraglichen Panzerfahrzeugs nannte, nahm die Geschichte ihren Lauf. Die digitale Pressestelle der Israel Defense Forces (IDF) hatte im Vorbeigehen das Ende eines rund dreißig Jahre währendes Geheimnisses bestätigt. Was war passiert? Der eigentlich als Kampfpanzer bzw. MBT (englische Abkürzung von "Main Battle Tank") klassifizierte "Pereh"-Panzer war sehr selten fotografiert worden, Bilder wurden aus dem Internet gelöscht, denn sie unterlagen einer hohen Geheimhaltungsstufe. Da wurden Panzer-Nerds misstrauisch. Es wurden Gründe dafür gesucht und gefunden, dass der Pereh (hebräisch für "wild") ein Wolf im Schafspelz sein könnte: Das Hauptgeschütz wurde nie im Einsatz gesehen, niemand konnte beweisen, dass es Geschosse abfeuert. Seit Mitte Juli, spätestens aber seit der offiziellen Twitternachricht, ist der Grund dafür offiziell bekannt: Der Pereh braucht gar keine konventionelle Kanone, das Rohr ist eine Attrappe! Die Bewaffnung des Pereh besteht nämlich aus einem aus dem Turm ausklappbaren Raketenwerfer für zwölf Geschosse des Typs Tamuz (israelische Bezeichnung für die "Spike" Anti-Panzer-Rakete). Der Raketen-Panzer basiert auf einem amerikanischen Chassis (M48 Patton, der Tweet oben liegt in der Hinsicht daneben) mit einem nachgerüsteten Turm und verbesserter Panzerung. Er sieht ein wenig aus wie der Merkava-Panzer, das israelische Äquivalent zum Leopard II. Das liegt aber hauptsächlich am Design des Turms, der von vorne auf den ersten Blick sehr ähnlich aussieht.

Doch wozu die ganze Verschleierungstaktik? Die Reichweite von Panzergeschossen ist viel geringer als die der Tamuz-Rakten. Wenn sich also ein militärischer Gegner im sicheren Abstand zum Panzer wähnt, hat er sich gewaltig verrechnet.

Leopard 2 A7 und weitere Kampfpanzer




Nur an kleinen Details wird der Unterschied deutlich: Wo der Merkava Mark IV abgerundet ist, wirkt der Pereh kantiger, da er bereits früher konsturiert wurde, als die Herstellungstechniken noch nicht so ausgeklügelt waren. Und damit Sie den Pereh in Zukunft nicht mit dem Merkava verwechseln, wie es sogar der französischen Nachrichtenagentur AFP passierte, haben wir in der Folge vergleichendes Bildmaterial zusammengestellt.

Merkava-Kampfpanzer und Pereh-Raketenpanzer

Autor: Jonathan Blum

Fotos: youtube.com/user/armyreco

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