Personalquerelen in Turin

Ferrari-Chef wird Fiat-Präsident

Personal-Entscheidung in Turin

— 01.06.2004

Ferrari-Chef wird Fiat-Präsident

Luca Cordero di Montezemolo tritt das Erbe von Umberto Agnelli an. Noch-Boss Giuseppe Morchio kündigt.

Eine derart rasche Entscheidung hatte niemand erwartet: Keine 24 Stunden nach der Beisetzung von Umberto Agnelli ist Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo zum neuen Präsidenten gekürt worden. Der 56-Jährige ist zwar kein Familienmitglied, genießt aber nach 30 Jahren im Unternehmen und durch seine enge Beziehung zu dem vor einem Jahr verstorbenen Firmenpatriarchen Gianni Agnelli das volle Vertrauen der Hinterbliebenen.

Mindestens so überraschend wie die Ernennung Montezemolos kommt der Abgang von Vorstandschef Giuseppe Morchio. Er kam vor 16 Monaten zu Fiat und hat seitdem die Sanierung des kränkelnden Autobauers vorangetrieben. Medienberichten zufolge hatte Morchio selbst Anspruch auf den vakanten Präsidentenposten erhoben. Neuer Vorstandschef wird nun Sergio Marchionne. Der 52-Jährige war bislang Mitglied des Fiat-Verwaltungsrats.

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