Peugeot 206 CC HDi Platinum

Peugeot 206 CC HDi Platinum Peugeot 206 CC HDi Platinum

Peugeot 206 CC HDi Platinum

— 25.08.2005

Gutes Gewissen gratis

Peugeot bleibt sich treu: Auch im 206 CC Hdi Platinum gibt es Fahrspaß und Frischluft mit serienmäßigem Partikelfilter.

Reichlich Preisaufschlag für den Diesel

So kann es aussehen, das gute Gewissen: etwas pummelig, Polo-Größe, Klappdach über dem Kopf. Denn was beim Peugeot 206+ CC hinten rauskommt, ist kaum noch der Rede wert. Kein Rußwölkchen und nur 129 Gramm CO2 pro Kilometer verlassen den Auspuff und halten die Luft sauber dank serienmäßigem Partikelfilter. Das ist zwar nicht ganz neu, aber im Cabrio immer noch so selten wie Hühnchen "Poulet de Bresse" in der norddeutschen Tiefebene.

Wer auf solche französischen Spezialitäten steht, muß dafür teuer bezahlen. Für den 109-PS-Diesel nimmt Peugeot mindestens 19.250 Euro, in der von uns gefahrenen Platinum-Ausführung sogar 23.450. In beiden Fällen 2000 Euro mehr als für die gleichstarken Benziner. Der Selbstzünder rechnet sich also erst nach 37.000 Kilometern pro Jahr (bei vier Jahren Haltedauer). Was wohl kaum jemand mit diesem Auto fährt. Aber längst kaufen Menschen Diesel, weil sie einfach Fahrspaß durch Drehmoment suchen.

Und Freude macht der 1,6-Liter-Common-Rail, der bei 1750 Umdrehungen sein Maximum von 240 Newtonmeter erreicht. Zwar tackert er dabei wie ein Selbstzünder, Hilfe bietet das serienmäßige CD-Radio, das alle Dieselgeräusche nonchalant überspielt. Das Cabrio beschleunigt in 10,6 Sekunden von null auf 100 und läßt sich herrlich schaltfaul durch die Stadt chauffieren. Beim Überholen unterstützt eine Overboost-Funktion – bei Volllast in den oberen drei Gängen erhöht sich das maximale Drehmoment kurzzeitig auf 260 Nm – den Fahrer. Dabei verbraucht der 16-Ventiler bis zu 10,7 Liter, im Schnitt reichen aber 6,7 Liter.

Technische Daten, Preis und Bewertung

Doch was sagen Zahlen über das gute Gefühl, auf Knopfdruck offen unterwegs zu sein? In 20 Sekunden wandelt sich das Coupé in ein Cabrio, steigert die Freude am Fahren und schmälert dabei allein das Kofferraumvolumen. Von 410 Litern bleiben dann noch 175, das entspricht etwa zwei Reisetaschen. Das Fahrwerk ist sportlich ambitioniert, liebt Schlaglöcher und knutscht jede Asphaltrille einzeln ab.

Soviel Kontakt zur Straße empfinde ich als unangenehm, vor allem, weil die Karosserie dabei pubertär zittert. Das dämpfen auch die bequemen Ledersitze nicht weg, die für eine Weltreise taugen. Tadellos funktionieren die Bremsen. Nach nur 38,2 Metern steht das Cabrio. Auch so beruhigt der 206 CC das Gewissen.

Autor: Barker

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