Peugeot 3008 Hybrid4: Vorstellung

Peugeot 3008 Hybrid4: Vorstellung Peugeot 3008 Hybrid4: Vorstellung

Peugeot 3008 Hybrid4: Vorstellung

— 23.08.2010

Der Diesel-Hybrid

Peugeot kombiniert im 3008 Hybrid4 als weltweit erster Hersteller einen Diesel- mit einem Elektromotor. Das Ergebnis lässt aufhorchen: 200 PS und 3,8 Liter Verbrauch!

Im Frühjahr 2011 ist es soweit: Der Diesel-Hybrid kommt. Und zwar von Peugeot im 3008 Hybrid4. Hybrid ist doch ein alter Hut, werden jetzt einige denken, aber bisher hat kein Hersteller einen Selbstzünder mit einem Elektromotor kombiniert. Peugeot macht genau das und auf dem Papier wirkt das Ergebnis sehr überzeugend. Der 200 PS starke Franzose soll im Drittelmix nur 3,8 Liter konsumieren, entsprechend knackt der mit 99 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer die magische 100 Gramm-Marke. Nicht schlecht für einen 4,38 Meter langen Van mit soviel Leistung der zudem noch eine Nickel-Metallhybrid-Batterie und einen Allradantrieb mit sich herum schleppt. Wie schwer der 3008 Hybrid4 tatsächlich ist, verrät Peugeot noch nicht.

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Der 3008 Hybrid4 trägt einen zweifarbigen Heckspoiler.

Und so funktioniert der Antrieb: Peugeot kombiniert einen 163 PS starken 2,0-Liter Diesel mit einem E-Motor, der maximal 37 PS beisteuert. Macht 200 PS Systemleistung. Das maximale, vom Selbstzünder an der Front abgegebene Drehmoment beträgt 300 Nm, das Drehmomentmaximum des Elektromotors am Heck 200 Nm. In der Summe verfügt der Hybride also über 500 Nm. Dazu kann der Fahrer zwischen vier unterschiedlichen Antriebsmodi wählen. Im "Auto"-Modus regelt die Elektronik vollautomatisch den Wechsel vom Verbrennungs- auf den Elektromodus und umgekehrt. Wer verstärkt im Elektrobetrieb fahren will, stellt den Drehknopf auf den "ZEV"-Modus (ZEV = Zero Emission Vehicle). Dann wird die Zuschaltung des Verbrennungsmotors auf Beschleunigungsvorgänge beschränkt, sobald die Hochspannungsbatterien einen bestimmten Ladestand erreicht haben. Im "4WD"-Modus agieren beide Motoren ständig gleichzeitig, wobei die Hinterachse vom E-Motor, die Vorderachse vom Diesel angetrieben wird. Das soll auch auf schlammigen Wegen oder bei der Fahrt auf Schnee für Gelassenheit sorgen. "Sport" steht für kürzere Schaltvorgänge des automatisierten Sechsgang-Getriebes bei höheren Drehzahlen als im normalen Modus.

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Kraftfluss im Display, links auf der Mittelkonsole sitzt der Schalter für die Fahrprogramme.

Für noch mehr Sparsamkeit hat der Franzose ein Start-Stopp-System an Bord. Der Elektromotor ist in der Heckpartie platziert. Im Dauerbetrieb entwickelt er eine Leistung von 27 PS, wobei kurzzeitig 37 PS – zum Beispiel beim Überholen – erreicht werden können. Das Drehmoment beträgt 100 Nm im Dauerbetrieb bzw. 200 Nm kurzzeitig. Im Schubbetrieb und beim Bremsen wird die kinetische in elektrische Energie umgewandelt und so die Ni-MH-Batterie wieder aufgeladen, das kennen wir bereits von vielen anderen Hybrid-Autos. Batterie und E-Motor sind unter dem Kofferraum platziert, wodurch wenig Ladevolumen verloren geht. 362 bis 1501 Liter (bei umgeklappten Rücksitzen und umgeklappten Beifahrersitz) gehen rein. In den normalen 3008 passen 70 Liter mehr in den Kofferraum, aber ein Raumriese ist der 3008 ohnehin nicht.

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Auch an der Optik des Technologieträgers hat Peugeot gefeilt, um den Diesel-Hybrid von seinen "gewöhnlichen" Brüdern abzuheben. Die Scheinwerfer wurden mit einer neuen LED-Leiste für das Tagfahrlicht ergänzt, das verändert die Scheinwerfergrafik, außerdem trägt der 3008 Hybrid4 als erster 3008 das neu gestaltete Markenemblem auf der Haube. Ein wenig Chrom an Front und an der Seite, schwarze Seitenleisten, spezielle 17-Zoll-Räder und ein zweifarbiger Heckspoiler runden das Optikpaket ab. Innen sind Lenkrad und Schalthebel mit "Hybrid4"-Logos verziert, neue Stoff- und Lederkombis sollen den Sonderstatus untermalen. Auf Wunsch gibt es jede Menge Schnickschnack, unter anderem ein Navi mit 7-Zoll-Display und Anzeige für den Energiefluss oder ein Head-up-Display. Wie gesagt in Frühjahr 2011 kommt der Diesel-Hybrid. Ob er eine kleine Revolution auslöst, dürfte nicht zuletzt an der Preisgestaltung hängen.


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