Peugeot 307 SW gegen Peugeot 406 Break

Peugeot 307 SW gegen Peugeot 406 Break Peugeot 307 SW gegen Peugeot 406 Break

Peugeot 307 SW gegen Peugeot 406 Break

— 30.07.2003

Das andere Kombi-Format

Kombi oder Van? Oder am liebsten die Talente von beiden? Peugeot zeigt uns, wohin bei den Raumschiffen die Reise geht: Sie müssen am besten alles können.

307 SW: Mehr Pfiff, mehr Vielseitigkeit

Savoir-vivre – französische Lebensart. Beim Thema Auto heißt das: komfortabel fahren und ringsum viel Platz genießen. Beides gibt's bei Kombis und Mehrzwecklimousinen. Bei Peugeot gab es die eigentlich schon immer.

Wir erinnern uns an den urigen 404, den unverwüstlichen 405 oder den riesigen 504. Heute alle Klassiker. Dazu gehört beinahe schon der 406 Break. Bereits im Oktober 1996 kam er auf den Markt, verkörpert den herkömmlichen, klassischen Kombi: geräumig, praktisch, familienfreundlich.

Aber reicht das noch? Moderne Kombis müssen heute mehr bieten. Wie seit April 2002 der 307 SW, der zur jungen Kombi-Generation zählt. Sein Motto: Mehr Pfiff, mehr Vielseitigkeit. So stecken im 307 SW viele Ideen, die der Peugeot sich bei Vans abgeschaut hat. Wie die drei Einzelsitze im Fond, die serienmäßig um neun Zentimeter vor- oder zurückrutschen – je nachdem, ob Knie oder Koffer mehr Platz benötigen. Die Sitzlehnen lassen sich in der Neigung verstellen oder klappen nach vorn um. Wer will, kann sie auch komplett ausbauen.

406 bietet bewährte Kombi-Routine

Zudem stecken überall praktische Ablagen. Kinder lieben die Klapptische an den Rückseiten der Vordersitzlehnen. Jetzt fehlt nur noch Pierre, der Garçon, der Café au lait serviert. Bon appétit.

So viel Frische-Aroma lässt sich beim alten 406 nicht mehr schmecken. Er bietet bewährte Kombi-Routine: eine hoch aufschwingende Heckklappe, geteilt umlegbare Rückbank, ebene Ladefläche und als einzigen echten Clou ein Staufach unterm Kofferraumboden. Das kann sein Nachfolger (kommt 2004) bestimmt besser.

Doch Halt, es gibt ja gegen Aufpreis (500 Euro) noch eine dritte Sitzbank. Darauf dürfen aber nur Personen bis 36 Kilo Gewicht Platz nehmen – also Kinder. Doch gerade die reißen sich um diese Plätze, denn die Bank wird gegen die Fahrtrichtung montiert. So können die lieben Kleinen durch die Heckscheibe ungeniert ihre Faxen machen. Papi wundert sich dann später, warum Überholer ihn so verwundert anschauen.

Beim 307 knistert es mal hier, mal da

Beim 307 SW kann ihm das nicht passieren. Zwar lässt sich auch der mit zwei Extra-Plätzen (Preis: je 260 Euro) zum Siebensitzer erweitern, die aber stehen in Fahrtrichtung. Die Schwiegermutter-Notsitze werden sowieso die meiste Zeit in der Garage oder im Keller verbringen. Dann entpuppen sich die Mini-Busse als Transport-Riesen.

Beim 406 reicht das Ladevolumen von 526 bis 1741 Liter. Nicht schlecht, aber der 307 bringt es auf maximal 1875 Liter, obwohl er 32 Zentimeter kürzer ist. Sein Geheimnis: Der Kleine ist auch acht Zentimeter höher – so wirken die Van-Gene.

Beim Thema Qualität die nächste Überraschung. Der Neue erreicht nicht das Niveau des Altmeisters. Beim 307 knistert es mal hier, zirpt es mal da. Nicht wirklich schlimm, aber störend. Das kann der 406 viel besser. Die Qualität ist mit den Jahren gestiegen. Heute ist der 406 ein durch und durch ausgereiftes Familienmobil. Mit viel Fahrkomfort und einem Fahrwerk, dem ESP (inzwischen serienmäßig) die unschönen Lastwechselreaktionen abgewöhnt hat. Dazu kommen die umfassende Ausstattung und straffe Sitze, die leider wenig Seitenhalt bieten.

Technische Daten und Testwerte

Sportlicher und dynamischer bewegt sich im Vergleich der 307. Das liegt am besseren Handling, der strafferen Federung, der viel direkteren Lenkung. Der Motor trägt nichts dazu bei. Ganz im Gegenteil. Der laufruhige, leise Diesel mit 107 PS und FAP-Filter, der beide antreibt, gibt sich im 406 durchzugsstärker, obwohl der fast 100 Kilo schwerer ist als der 307. Dafür verbraucht er im 307 weniger – 7,1 statt 7,4 Liter.

Kosten, Ausstattungen und Zeugnisse

Unser Fazit: Der Kleinere erweist sich als größer, ist sparsamer, variabler und kostet knapp 2000 Euro weniger (20.950 statt 22.800 Euro). So ist das eben mit dem neuen Kombi-Format: Weniger kann in diesem Fall tatsächlich mehr sein.

307 SW oder 406 Break – urteilen Sie selbst

Ob ein Auto letztlich ankommt, entscheiden die Verbraucher – also Sie. Deshalb ist uns Ihre Meinung wichtig: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und vergeben Sie Noten. Den Zwischenstand sehen Sie direkt nach Abgabe Ihrer Bewertung.

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