Peugeot 308 Facelift: Fahrbericht

Peugeot 308 (Facelift 2011) Peugeot 308 (Facelift 2011)

Peugeot 308 Facelift: Fahrbericht

— 10.05.2011

Reifeprüfung

Nach vier Jahren hat Peugeot seinen Golf-Gegner 308 renoviert. Die Zeiten des Riesengrills sind vorbei. Unterm Strich kommt er braver, aber trotzdem moderner rüber. Erste Ausfahrt.

Als der 308 vor vier Jahren auf den Markt kam, setzte Peugeot auf optische Sportlichkeit und Aggresivität. Der Kühlerschlund und die Scheinwerfer gerieten riesig. Der Begriff "Haifischmaul" machte die Runde. Den Kunden gefiel diese Optik nur bedingt. Also Kommando zurück: Der komplett überarbeitete 308 kommt jetzt wieder braver daher. Ein höherer Anteil durchgehender Flächen soll elegant-gediegenes Design ausdrücken. Eine mittig angeordnete Schutzleiste fällt künftig schlanker aus, um dem Karosserieblech mehr Platz einzuräumen. Auch der einteilige Lufteinlass ist nun kleiner dimensioniert. Auffällig sind die Leuchteinheiten in Bumerangform als Tagfahr- und Standlicht an den Seiten des Stoßfängers. Zwei neue Sicken an der Seite und der weit in die Flanke gezogene hintere Stoßfänger sollen den 308-Auftritt moderner wirken lassen. Innen wirkt alles etwas edler, das gute Raumgefühl ist geblieben.

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Typisch: Der Peugeot 308 federt kommod, statt Sport ist Komfort angesagt.

Erst mal in Bewegung, beweist der 308 seine bekannten Qualitäten. Er federt kommod, statt Sport ist Komfort angesagt. Die Rückmeldung der Lenkung könnte besser sein. Der Basis-Benziner mit 98 PS aus der Kooperation mit BMW hat Mühe, den Franzosen angemessen in Schwung zu bringen, alle anderen Motoren schaffen das problemlos. Die Benziner klingen unter Last kernig, leiser können es durchweg die Selbstzünder. Bei den Aggregaten hat sich nicht viel getan: Vier Benziner von 98 bis 200 PS und vier Diesel von 92 bis 163 sorgen für Vortrieb. Insgesamt hat der 308 im Schnitt um 25 Kilo abgespeckt, der cW-Wert sinkt durch den Feinschliff an der Karosserie auf 0,29. Das senkt den Verbrauch geringfügig.

Überblick: Alle News und Tests zu Peugeot

Auch innen wurde leicht retuschiert: Insgesamt wirkt der Franzose etwas edler.

Erstmals kommt im 308 der 1,6-Liter-HDi mit 112 PS mit Start-Stop-System zum Einsatz, den Peugeot als Mikrohybrid e-HDI bezeichnet. Bisher gab es ihn nur im 508 und dann immer in Verbindung mit einem automatisierten Schaltgetriebe. Im kleinen Bruder ist der Spardiesel auch in Verbindung mit einem Handschaltgetriebe mit sechs Gängen zu haben. Mit extrem rollwiderstandsarmen Leichtlaufreifen bestückt soll er nur 98 Gramm CO2 in die Luft blasen und 3,7 Liter verbrauchen. Diese Version gibt es aber erst im Sommer, bis dahin emittiert der Franzose 104 g/km und genehmigt sich 0,3 Liter mehr. Sein Start-Stopp-System wird über die Lichtmaschine gespeist. Das soll nicht nur schneller funktionieren als bei anderen Dieselfahrzeugen, sondern auch sanfter. Testen konnten wir es leider noch nicht. Innen ist ein sogenanntes Eco-Display verbaut, das dem Fahrer zeigt, wie lange der Motor im Stadtverkehr abgeschaltet war. Ein Hybridantrieb kommt erst im Herbst. Dann will Peugeot den ersten Diesel-Hybrid der Welt im 3008 vorstellen. Der 308 kommt nicht in den Genuss der neuen Technik.

"Urban Move First Edition" ab 14.990 Euro

Die Franzosen haben die Ausstattungslinien neu geordnet und betonen, dass der neue 308 ausstattungsbereinigt weniger kostet als der Vorgänger. Künftig heißen die Linien "Acces", "Activ" und "Allure", darüber rangiert der GTI als sportliche Speerspitze für die Limousine. Die Preise für die Limousine mit 98 PS beginnen bei 17.050 Euro, das Top-Modell GTI kostet mindestens 25.500 Euro. Hier bekommt der Kunde mit 200 PS nicht nur reichlich Leistung und ein sportlich ausgelegtes Fahrwerk, sondern auch abgedunkelte Scheinwerfer, dunkle 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, einen Doppelrohrauspuff und einen Dachspoiler. Der GTI liegt satt auf der Straße, sein aufgeladener 1,6-Liter-Turbo verwöhnt mit dunklem Grollen, wofür ein eigens eingebauter Soundgenerator verantwortlich ist. Zur Markteinführung macht Peugeot ein besonders Angebot: Als "Urban Move First Edition" kostet er als Limousine mit 98 PS 14.990 Euro inklusive Klimaanlage und CD-Radio. Der SW ist für 1000 Euro mehr zu haben. Der Kunde spart 3000 Euro im Vergleich zur Serienversion. Kleiner Wermutstropfen: Es sind nur 500 Fahrzeuge für Deutschland verfügbar.

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