Peugeot 407

Peugeot 407 Peugeot 407

Peugeot 407

— 05.12.2003

Da brüllt der Löwe

Nach 406 kommt 407 – Peugeot stellt seine neue Mittelklasse vor. Das Design überrascht, die Sicherheit setzt Maßstäbe.

Ein echtes Großmaul

Nein, völlig überraschend kommt der Peugeot 407 nicht. Immerhin stand schon der 407 Elixir als Studie auf der IAA 2003. "Originell, zukunftsweisend und ein Vorgeschmack auf künftige Modelle" – so machten die Franzosen mit dem Coupé Lust auf mehr. Jetzt soll der Peugeot 407 auf dem Genfer Salon endlich Weltpremiere feiern: zunächst als Limousine, wenig später auch als Kombi namens "SW".

Doch aufgepasst: "Die erste Begegnung mit dem 407 wird starke Emotionen auslösen", warnt Peugeot. Also wandert der erste Blick ins Gesicht. Und tatsächlich, fast bedrohlich reißt der 407 sein gieriges Maul auf – ein gigantischer Lufteinlass, der eher an Ferrari erinnert als an eine französische Mittelklasse-Limousine. Von der Seite betrachtet wirkt der 407 wieder klassischer, angenehm coupéhaft gliedert sich sein Profil in die Peugeot-Familie ein. Als echter Liebestöter zeigt sich dagegen die Heckpartie, die im Gegensatz zum großen 607 eine kleine Spoilerlippe braucht, um die versprochene "kühne Linie" (Peugeot) zu vollenden – das Elixir-Coupé machte da Hoffnung auf mehr.

Das macht die Kombi-Version SW allerdings wieder wett. Das Heck ist interessant gestaltet, die Rückleuchten wurden Elixir-mäßig "um die Ecke gezerrt" und unterstützen die Keilform des langen Lasters. Der 407 SW macht nicht nur von vorn den Eindruck, als könne er viel schlucken – mit genauen Maßangaben halten sich die Franzosen allerdings noch zurück. Beim Limousinen-Ladeabteil ist der Name Programm: Exakt 407 Liter passen hinter den Deckel.

Sicher wie in Abrahams Schoß

Selbst die 407-Vorzeigemotorisierung stammt aus dem Zukunfts-Elixir. Ein V6-HDi-Diesel mit 2,7 Litern Hubraum (entwickelt von Ford, Peugeot und Citroën) soll auch dem 407 Beine machen – allerdings erst "zu einem späteren Zeitpunkt". Bis dahin stehen immerhin vier Benziner und zwei Diesel-Aggregate zur Auswahl. Das Einstiegsmodell besitzt einen 1,8-Liter-Vierventiler mit 116 PS, im Kern der Baureihe steht aber der Zweiliter-Motor mit 136 PS, der auch in Verbindung mit einer aktiven Viergang-Automatik inklusive sequenzieller Tiptronic-Schaltung geordert werden kann.

Die Benziner-Spitze markieren eine 2,2-Liter-Maschine mit 158 PS sowie ein Sechszylinder mit 211 PS. Der Diesel-Einstieg beginnt beim 1,6-Liter-HDi (109 PS) und endet zunächst mit dem 136 PS starken Zweiliter-Selbstzünder. Mit dabei ist das Partikelfiltersystem FAP – durchweg erfüllen alle 407-Motoren die Euro 4-Abgasnorm.

Großen Wert legten die Peugeot-Entwickler auf die aktive Sicherheit. Ein neuartiges ESP vereint Antriebsschlupfregelung, ABS, Notbremsassistenten und dynamische Stabilitätskontrolle. Das Rundum-Sicher-Paket wird serienmäßig komplettiert durch insgesamt neun Airbags – hintere Seitenairbags sind optional. Ebenfalls als Sonderausstattung gibt es das Telematik-System. Es umfasst Audioanlage, Mobiltelefon und Satelliten-Navigation: Das Trio meldet streckenabhängige Verkehrshinweise, wählt automatisch den Not- und Pannenruf, sobald ein Airbag auslöst und übermittelt im Falle eines Unfalls die satellitengenaue Position. Abrahams Schoß dürfte kaum sicherer sein.

In der Basisversion soll der Peugeot 407 ab 20.800 Euro zu haben sein. Was bleibt, ist die Frage, ob auch der schöne Elixir von der Studie zur Realität wird.

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