Peugeot/Citroën in der Krise
PSA leidet, Frankreich hilft

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Die französische Regierung will den kriselnden heimischen Autobauern mit Subventionen für Hybrid- und E-Autos helfen. PSA kündigt ein Sparprogramm an.
(dpa) Mit höheren Zuschüssen für Öko-Autos will Frankreichs neue Regierung möglichst viele Arbeitsplätze in der heimischen Autoindustrie retten. Als Gegenleistung erwartet Paris Standortzusagen von den Autokonzernen. Das kündigte der zuständige Reformminister Arnaud Montebourg am Mittwoch (24. Juli 2012) an, nachdem zuvor Marktführer PSA Peugeot Citroën fürs erste Halbjahr 2012 unerwartet hohe Verluste von 819 Millionen Euro bekanntgab. PSA-Chef Philippe Varin begrüßte den Hilfsplan. Unlängst hatte PSA das Land mit dem Plan schockiert, ein Werk zu schließen und 8000 Arbeitsplätze zu streichen.
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PSA-Chef Philippe Varin kündigte ein Sparprogramm in Höhe von 1,5 Milliarden Euro bis 2015 an.
Elektroautos: Studie zur Erstkäufern
Der Erwerb eines Elektro-Autos wird künftig mit 7000 statt bisher 5000 Euro gefördert, der von Hybridwagen mit 4000 statt bisher 2000 Euro. Allein fürs kommende Jahr 2013 bezifferte Montebourg die Kosten für die gezahlten Prämien auf 490 Millionen Euro. Da sich jedoch im Rahmen eines Bonus-Malus-Systems der Kauf von umweltschädlicheren Modellen verteuert, würden diese Kosten weitgehend kompensiert. Durch Umschichtungen bei staatlichen Investitionsprogrammen wurden der Branche zudem mehrere hundert Millionen Euro zugunsten von Forschung und Innovation versprochen.
Der heimische Anbieter Renault sowie der kriselnde nationale Marktführer PSA Peugeot Citroën haben viel Geld in die Entwicklung von abgasarmen Fahrzeugen gesteckt. Peugeot etwa ist mit dem iOn am Markt, Citroën mit dem C-Zero. Als Dieselhybrid-Modelle (Diesel und zusätzlicher E-Motor) gibt es den Peugeot 3008 und Peugeot 508 sowie bei Citroën den DS5. Allerdings wurden im ersten Quartal nach Branchenangaben gerade mal etwas mehr als 2200 Elektroautos und gut 10.000 Hybridwagen in Frankreich verkauft. Frankreich will zudem die EU um Überprüfung eines umstrittenen Freihandelsabkommens mit Südkorea bitten. Aus Sicht der Autoindustrie haben von dem Abkommen vor allem die Südkoreaner mit erheblich erhöhten Exporten in die EU profitiert, die europäischen Hersteller in Gegenrichtung hingegen deutlich weniger.
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