Peugeot HX1 auf der IAA 2011

Peugeot HX1 Concept Peugeot HX1 Concept

Peugeot HX1 auf der IAA 2011

— 29.08.2011

Hybrid auf Französisch

Peugeot geht auf der IAA mit einem Triple an den Start. Im Mittelpunkt dabei: Hybridautos mit Diesel-Motor. Besonders der Sechssitzer HX1 ist ein echter Blickfang für Design-Gourmets.

Seit Jahren liegt uns Peugeot mit dem Begriff Full-Hybrid-Diesel in den Ohren. Doch zur IAA 2011 werden die Franzosen konkret und zeigen mit gleich drei Fahrzeugen, wie die rollenden Sparbüchsen das grüne Gewissen entlasten. Wobei der 3008 Hybrid4 bereits ein alter (Messe-) Hut ist und auch über den 508 RXH bereits viele Worte verloren wurden. Doch Peugeot zaubert zusätzlich den HX1 aus dem Hut, der auf dem Messestand garantiert für große Augen sorgt: 4,95 lang, Platz für bis zu sechs Personen, aber flach wie eine Flunder (1,38 Meter) und fast zwei Meter breit. Das macht die Studie extrem windschlüpfrig und ergibt einen cW-Wert von 0,28. Die ausgefeilte Aerodynamik mit "Flaps", die sich geschwindigkeitsabhängig ausklappen und die stromlinienförmige, flache Van-Architektur sollen die Studie "der Umwelt anpassen". LEDs sorgen zusätzlich für die Betonung der ungewöhnlichen Karosse.

Die Stars der IAA 2011

Bildergalerie

Peugeot HX1 Concept Peugeot HX1 Concept Peugeot HX1 Concept
Die Türen öffnen – fast schon ein gefühltes Muss für eine Studie – gegenläufig und schwingen nach oben und entblättern eine 4+2-Sitzkonfiguration. Eine weitere Besonderheit ist das Cockpit, das sich den Fahrbedingungen anpasst. Genaueres dazu verrrät Peugeot noch nicht. Aber soviel sei gesagt: Nach Bedarf kann das Concept-Car über ein modulares Sitzkonzept mit zwei frei verschiebbaren Sitzen in der Mittelreihe im Handumdrehen umgestaltet werden. Dazu sollen die verwendeten Materialien wie die Tafel und Innenverkleidung aus Natureiche mit eingearbeiteten Lichtleitern, gebürstete Metalle und Leder satt die futuristischen Digitalanzeigen mit Berührungsbildschirmen den HX1 für die Zukunft rüsten. Ein paar nette Gimmicks gibt es zusätzlich: In der Mittelkonsole befindet sich eine Minibar und – als diskrete Anspielung auf die Firmengeschichte von Peugeot – eine Kaffeemaschine. Auf eine Pfeffermühle haben die Franzosen verzichtet.

Überblick: News und Tests zu Peugeot

Scotty, beam mich hoch: Das Cockpit würde auch dem Raumschiff Enterprise gut stehen.

Unter der Haube geht die High-Tech-Show weiter: Dort sitzt ein 204 PS starker 2,2-Liter-Diesel verbunden mit einem Sechs-Stufen-Automatikgetriebe in Kombination mit einem 95 PS starken Elektromotor, die Kombi-Leistung mit 299 Pferdchen scheint über jeden Zweifel erhaben. Dank der Plug-in-Funktion lassen sich die Lithium-Ionen-Batterien bequem an einer normalen Steckdose aufladen. So soll der Franzose reinen Elektrofahrbetrieb 30 Kilometer schaffen und auf den ersten 100 Kilometern nur 3,2 Liter Diesel verbrennen bei einem CO2-Ausstoß von 83 Gramm pro Kilometer. Ob das Alles eine Chance auf eine realistische Umsetzung hat, sei dahin gestellt. Doch dafür zeigt Peugeot ja auch Serienfahrzeuge.

Tests zum Peugeot 508

Nummer 1 ist der 508 RXH: Der RXH soll eine Sonderstellung als "Crossover mit All-Road-Charakter der Premiumkategorie" einnehmen. Zu dieser Nomenklatur kommt es, weil man den 508 RXH wegen seiner Kombination aus 163 PS starkem Zweiliter-Diesel vorne und 37 PS leistendem Elektromotor hinten theoretisch als Allradler durchgehen lassen könnte. Immerhin treiben beide Aggregate verschiedene Achsen an. Auf Wunsch soll sogar ein rein elektrischer Antrieb möglich sein. Wie weit der reicht, sagt uns Peugeot (immer) noch nicht. Immerhin gibt es Konkretes zum Verbrauch:  Insgesamt schluckt der 508 RXH im EU-Testzyklus nur 4,2 l/100 km bei einem CO2-Ausstoß von 109 g/km. Sauber! Und die Ausstattung fällt üppig aus. Keyless-System für die Türschlösser und die Zündung, elektrisch verstellbare Vordersitze, Head-up-Display mit Farbdarstellung, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Panorama-Glasdach, schallisolierte, getönte Seitenscheiben und ein Navigationssystem verwöhnen den Fahrer. Was der Spaß ab Anfang 2012 kostet, steht noch in den Sternen.

Noch sparsamer kann es der 3008 Hybrid4: Der 200 PS starke Franzose (163 Diesel-PS plus 37 Pferde vom E-Motor) soll im Drittelmix nur 3,8 Liter konsumieren, entsprechend knackt der mit 99 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer die magische 100 Gramm-Marke. Nicht schlecht für einen 4,38 Meter langen Van mit soviel Leistung, der zudem noch eine Nickel-Metallhybrid-Batterie und einen Allradantrieb mit sich herum schleppt. Und jetzt wissen wir, dass der 3008 Hybrid vier Kilometer rein elektrisch fahren soll bis maximal 70 km/h. Kombiniert verfügt der Franzose über 450 Nm maximales Drehmoment schon bei niedrigem Tempo, da kommt also richtig was aus dem Keller. Ab Herbst 2011 soll er beim Händler stehen, die interessanteste Frage ist die Preisfrage. Doch die bleibt (noch) unbeantwortet.

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