Peugeot in Paris 2008

Peugeot Proloque HYmotion4 Peugeot Proloque HYmotion4

Peugeot in Paris 2008

— 02.10.2008

Hoch motiviert

Peugeot stellt beim Heimspiel auf der Paris Motor Show gleich mehrere Studien mit richtungweisender Hybridtechnik vor: Prologue HYmotion4, RC HYmotion4, HYmotion3 und 308 HYmotion2.

Der Trend geht zum Spritsparen, auch bei Peugeot. So ist es nicht ganz einfach, den Überblick über die Riesenpalette an "HYmotion"-Konzepten zu behalten, die der französische Hersteller auf den Pariser Salon 2008 (4. bis 19. Oktober) gerollt hat. Mit seinem 200 PS starken Crossover-Concept Prologue HYmotion4 blickt Peugeot in eine saubere Zukunft. Die "innovative Synthese aus Baukonzept, Design, Interieur, Variabilität und Hightech-Ausstattung" soll kleinen Verbrauch und geringe Emissionen mit Fahrspaß verbinden. "Hybridisierung" heißt die passende Wortschöpfung der Marketing-Fraktion. Als Schlüssel zum Öko-Erfolg dient den Franzosen Hybridtechnologie der neuesten Generation, die einen Diesel- mit einem Elektroantrieb kombiniert: In einem ersten EU-Testzyklus erreichte die Studie eine CO2-Bilanz von 109 Gramm pro Kilometer, das entspricht einem Verbrauch von 4,1 Litern auf 100 Kilometer.

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Topfebener Laderaum, hübsch in Blau ausgeleuchtet.

Im reinen Elektrobetrieb wird der Prologue HYmotion4 – zumindest dort, wo er fährt – zum "Zero-Emission"-Fahrzeug. Dabei bringt es der Diesel auf 300 Newtonmeter Drehmoment, der Elektromotor steuert 200 Nm bei. Der Antrieb erfolgt über alle vier Räder. Optisch ist das Fahrzeug ebenfalls ein Grenzgänger zwischen SUV und Van, aufgepeppt mit reichlich Chrom und auffälligen 18-Zoll-Leichtmetallfelgen. Peugeot-typisch fallen das riesige Haifischmaul und schmal nach hinten zulaufende Scheinwerfern aus. Das alles bedeutet einen Vorgriff auf ein künftiges SUV auf Basis des 308, das auf den Namen 3008 hören dürfte. Ob es schon zum Marktstart mit der HYmotion-Technik ausgerüstet sein wird, ist allerdings fraglich.

313 PS, vier Liter Verbrauch

Scharf und stark: 313 PS schlummern unter langen Haube des Peugeot RC HYmotion4.

Ein echter Kracher ist die Coupé-Studie RC HYmotion4. Klar ist: Hier steht einer der Stars der Paris Motor Show 2008. Unter der flachen Haube sitzen zwei Aggregate mit insgesamt 313 PS, die dank moderner Hybridtechnik kombiniert nur 109 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen sollen. Das entspricht – wie beim Prologue HYmotion4 – einem Verbrauch von rund vier Litern. Rund 218 PS steuert ein 1,6-Liter-THP-Benziner bei, 95 PS liefert ein Elektromotor. Auf jeden Fall sei auch reiner Elektrobetrieb möglich, versichert Peugeot.

Ein Fest fürs Auge

Egal, was sich unter der Haube befindet, der RC HYmotion4 punktet locker über die Optik. Und die ist ein Hammer: Der Viertürer ist extrem flach, der markante Lufteinlass erinnert an die aktuelle Modell-Linie, fällt aber etwas kleiner aus. Darüber thront selbstbewusst der Löwe als Markenzeichen. Schmale Scheinwerfer ziehen sich an den Seiten nach hinten und betonen die aggressive Linie, eine breite Wölbung auf der Motorhaube verläuft schmal übers Dach bis zum Heck. Die Dachlinie endet extrem weit hinten und stärkt den Coupé-Eindruck. Peugeot arbeitet sportwagentypisch mit breit ausgestellten Kotflügeln, großen Rädern und einer extrem schmalen Fensterlinie. Eine weitere Schokoladenseite ist das Heck mit zwei auslaufenden Linien der Kotflügel, in denen die Rückleuchten integriert sind.

HYmotion3: Auto oder Roller?

Hybrid mal anders: Der HYmotion3 besitzt zwei E-Motoren vorne und einen Verbrenner am Hinterrad.

Wohl mehr ein Fingerstreich der Designer ist das Dreirad HYmotion3 Compressor – eine gemeinsame Entwicklung der Automobil- und Motorradabteilung von Peugeot. Das Vehikel soll die Lücke zwischen Automobil und Motorroller schließen. Mit jeweils einem Elektromotor pro Vorderrad und einem Verbrenner hinten verfügt es über eine neuartige Hybrid-Technologie, bei der jedes einzelne Rad angetrieben werden kann. Der Ottomotor holt aus 125 Kubikzentimeter Hubraum 20 PS und treibt das Hinterrad an, weitere neun PS steuern die vorderen Elektroaggregate bei. Das reicht für einen Spurt auf 100 km/h in 11,2 Sekunden und 110 km/h Höchstgeschwindigkeit bei nur zwei Litern Spritverbrauch auf 100 Kilometer. Damit der Fahrspaß nicht zu kurz kommt, hat Peugeot eine komplizierte Kinematik entwickelt, sodass sich die Räder neigen können und Schräglagen wie auf einem Motorrad möglich sind. Besonders im Stadtverkehr soll der Auto-Roller-Mix dank 82 Zentimeter Breite und überragender Wendigkeit punkten. Als Regenschutz fungiert ein Kunststoffdach, als Lebensretter zwei Bügel aus Aluminium. Beste Übersicht nach hinten sollen zwei Kameras garantieren, die ihr Bild in Bildschirme im Cockpit übertragen.

Es geht auch seriennah

So sieht es aus, das Dreiliter-Auto: Der 308 HYmotion2 emittiert 90 Gramm CO2 pro Kilometer.

Am nächsten an der Serie dürfte der 308 HYmotion2 fahren. Er steht ebenfalls auf dem Pariser Messeparkett und kombiniert den 109 PS starken 1,6-Liter-HDi mit einem Elektromotor, der dem Selbstzünder beim Beschleunigen unter die Arme greift. Das Antriebs-Duo soll einen CO2-Ausstoß von 90 Gramm pro Kilometer ermöglichen, damit wäre das Dreiliter-Auto perfekt. Wann das rollende Sparpaket in Serie geht, lässt Peugeot noch offen. Zweites Faustpfand in Sachen Sauberkeit ist die Start-Stopp-Automatik, die ab 2011 ins gesamte Modellangebot von Peugeot integriert werden soll und bei den Franzoden "Microhybrid" genannt wird.

An der Seine zeigen die Franzosen außerdem einen 308 mit 1,6-Liter-HDi und 112 PS, der zusätzlich zur Start-Stopp-Automatik ein automatisiertes Sechsgang-Schaltgetriebe an Bord hat und sich mit 4,1 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern begnügen soll. Bei so viel Spartheorie sollte man die sportliche Praxis nicht vergessen: Der 308 RC feiert ebenfalls Premiere an der Seine. Ohne HYmotion, aber bildschön.

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