Fahrbericht Peugeot-Studien

Peugeot Quartz/Peugeat Exalt: Fahrbericht

— 18.08.2015

Peugeots Zukunft kommt in Fahrt

2014 glänzten sie auf den Messen in Peking und Paris, jetzt konnten wir die Showstars fahren. Eine Begegnung mit Peugeot Quartz und Exalt.

Manno! Auf die Peugeot-Studien hatte ich mich echt gefreut. Dass die Designerteilchen besser aussehen, als sie fahren, war mir schon vorher klar. Dass Peugeot seine Zukunftsvisionen nicht nur neu lackieren, sodern auch auf bessere Hilfsmotoren umrüsten würde, nicht. Also nix mit 500-PS-Plug-in-Hybrid wie noch in Paris 2014, der Quartz wird von einem 1,6-Liter-Turbo mit 150 PS bewegt. Im Exalt rumpelt sogar ein Diesel, der mich spontan nach einem Taxi Ausschau halten lässt. Mon dieu! Willkommen in der Realität abseits jeden Messe-Bling-Blings.
Von der Studie Quartz in die Serie: Peugeot 3008

Durch das Quartz-Design schimmert die künftige SUV-Idee

Schwer überzeichnet: Der Quartz sieht eher nach Batmobil als nach Kompakt-SUV aus.

Nüchtern betrachtet passt der 1.6 THP allerdings ganz gut in das SUV. Die technische Basis liefert der 308. Und bei 4,50 Meter Außenlänge lässt sich im Quartz tatsächlich die Idee eines künftigen Kompakt-SUV entdecken. An das dynamische Design mit muskulösem Körper, schlankem Greenhouse und kurzen Überhängen könnten wir uns gewöhnen – natürlich weniger extrem. Ohne Serienchance bleiben auf jeden Fall die gegenläufig öffnenden Lambo-Style-Doors, die den begleitenden Peugeot-Technikern bei jedem Öffnen oder Schließen volle Konzentration abverlangen. Erst leicht zur Seite schwenken, dann ganz vorsichtig nach oben und vorn kippen – nichts für jeden Tag. Das gilt auch fürs spacige Interieur. Verspielte 3D-Armaturen, brettharte Einzelschalensitze, Blenden aus Basalt – alles nur Show. Und doch lässt der Quartz ahnen, dass ein künftiger Kompakt-SUV nicht kneifen muss. Selbst mit fast zwei Metern fühle ich mich im Quartz wohl.

Den Look des Exalt würden wir gerne in der Serie sehen

Scharfe Proportionen: Auch wenn der Exalt so niemals kommen wird – Front und Heck sind sehr gelungen.

Gleicher Eindruck im Exalt. Die 4,70 Meter lange Fließheck-Vision wirkt trotz aller Showeffekte im Innenraum nicht verbaut, gewährt selbst mir im Fond noch etwas Luft überm Scheitel. Nett! Wenn das der nächste 508 wird, dann bitte her damit. Klar, die scharfen Proportionen des nur 1,31 Meter flachen Showtalents mit den muskulösen Radhaus-Rundungen werden so nicht bleiben können. Doch wenn Peugeot die flotte Front und den prallen Po auch nur ansatzweise in die Serie rettet, wären wir schon zufrieden. Den Materialmix aus Leder, Holz und dem sehr speziellen Papier-Holz (Altpapier wird verklebt und dann in dünne Scheiben geschnitten – sieht Holz ähnlich, fühlt sich aber softer an) würden wir ebenfalls gern wiedersehen. Dafür verzichten wir auf die komplizierte Mechanik der Heckklappe, die nach vorn oben schwenkt und deren Abschluss elektrisch abgeklappt werden kann. Sieht beeindruckend aus, bringt im Alltag aber kaum Vorteile, dürfte nicht ganz billig sein. Und Geld zählt nur bei Studien nicht. Weshalb die auch gern mal 500 PS haben. Auf Messen jedenfalls.
Gerald Czajka

Gerald Czajka

Fazit

Natürlich werden wir diese Studien nie auf der Straße sehen – für den Alltag sind gegenläufige Schwingtüren und Spaceshuttle-Cockpits zu teuer und zu unpraktisch. Allerdings lassen Quartz und Exalt erahnen, was Peugeot bei den kompakten SUV und in der Mittelklasse plant. Wir freuen uns darauf.

Stichworte:

Studie

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