Peugeot-Studie SR1

Peugeot SR1 Peugeot SR1

Peugeot-Studie SR1

— 08.01.2010

Peugeot zeigt neues Gesicht

200 Jahre Peugeot wollen gefeiert werden: Peugot enthüllt anlässlich des runden Geburtstags die Studie SR1. Die wirkt wie eine Kreuzung aus Yacht und Batmobil. Und trägt das neue Gesicht der Marke.

Zum 200. Firmengeburtstag, den Peugeot in diesem Jahr feiert, macht die Marke sich selbst das schönste Geschenk: ein neues Gesicht. Schluss mit dem großen Kühlergrill, Schluss mit dem ewig gleichen Zahnpasta-Grinsen, das alle Serienautos vom 207 bis zum 5008 verunstaltet. Wie Peugeot morgen aussehen will, zeigt die Studie SR1, die jetzt offiziell in Paris enthüllt wurde. Den dreisitzigen Roadster nennt Jean-Pierre Ploué vollmundig "unser ästhetisches Manifest". Auf imposanten 4,83 Meter Länge schuf Peugeots Designchef eine Kreuzung aus Yacht und Batmobil. In der betont breiten Motorhaube verschwinden die Scheinwerfer beinahe, die Flanken tragen markante Einkerbungen und die Heckleuchten symbolisieren mit vorstehenden Glasstreben "die Krallen eines Löwen", wie Ploué verrät.

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Zum großen Jubiläum also die große Geste. "Wir haben bewusst etwas überzeichnet, das muss eine Studie tun", so der oberste Formengeber. Allerdings wirkt es manchmal, als hätte sein Team einen Gran Tourisme nur deshalb gewählt, um auf diesem ausladenden Riesenschiff möglichst viele Designmerkmale unterzubringen. Immerhin: Künftige Serienautos sollen weit zurückhaltender ausfallen.
Zumindest ist der SR1 ein Peugeot wie keiner zuvor. Und wohl auch keiner danach, denn der Roadster nutzt keine vorhandene Serienplattform. Unter der Haube, die sich nicht öffnen ließ, soll der Hybrid-Antrieb stecken, der ab 2011 im 3008 angeboten wird. Die Kombination eines vorn eingebauten 218 PS starken 1,6 Liter-Turbobenziners mit einem 95 PS starken E-Motor an der Hinterachse soll 313 PS leisten. Das Technik-Konzept besitzt zwei Vorteile: Erstens wird der SR1 zum Allrad-Auto, zweitens kann er mit dem kräftigen Elektroantrieb auch rein elektrisch fahren. Wie weit, sagt Peugeot nicht, denn zur Batteriekapazität gibt es keine Angaben. Im gemischten Betrieb soll die Studie 4,9 Liter verbrauchen und 119 Gramm CO2 ausstoßen – ein Wert, die sie wohl nie beweisen muss.

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Innen gibt es viele Displays, aber wenig Knöpfe.

Im Innenraum halten sich die Überraschungen in Grenzen, sieht man vom einzelnen Rücksitz ab, der hinten in der Mitte positioniert ist. Den Mix aus Leder und satiniertem Metall kennen wir schon aus Studien, ebenso den Gag einer abnehmbaren Borduhr oder die großen Monitor-Displays. Lenken wir also den Blick schließlich auf Peugeots neues Markengesicht, das der SR1 in Paris vorführt. Der grinsende Grill schrumpft auf ein kleines, fast senkrecht stehendes Löwenmäulchen, darüber thront das Markentier auf einem Blechlatz in neuer Gestaltung. Die Raubkatze schwingt die Tatzen nun deutlich kräftiger, sogar im Firmenlogo treten künftig Muskeln hervor. Nicht das schlechteste Symbol für einen 200. Geburtstag.

Autor: Joachim Staat

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