Nelson Piquet

Piquet-Sieg verleiht Formel E Glanz

— 08.04.2015

Deutsches Team Abt obenauf

Wie der Vater, so der Sohn: Beim Hollywood-Auftritt der Formel E trug sich mit Nelson Piquet ein prominenter Name auf der Siegerliste ein.

Viel besser hätten es die Autoren im benachbarten Hollywood auch nicht hinbekommen: Ausgerechnet beim ersten Auftritt der Formel E auf dem klassischen Stadtkurs von Long Beach konnten die Organisatoren mit Nelson Piquet junior (29) einen ganz prominenten Namen im Motorsport auf der Siegerliste präsentieren. Exakt vor 35 Jahren hatte Piquets berühmter Vater Nelson senior (62), seines Zeichens dreifacher Formel-1-Weltmeister der Jahre 1981, 1983 und 1987 für Brabham und Williams, beim Großen Preis der USA an Ort und Stelle seinen ersten Grand-Prix-Sieg überhaupt gefeiert.
Formel E zu Gast in Long Beach: Hollywood-Heimspiel für DiCaprio

Das Podium in Long Beach: Jean-Eric Vergne (2.v.l.), Nelson Piquet junior (2.v.r.) und Lucas di Grassi (r.)

Der Sohnemann, zwischen 2007 und 2008 - wenn auch mit weniger Erfolg - selbst in der Königsklasse unterwegs, tat es seinem berühmten Vater nun gleich. Bereits am Start des ersten ePrix vor den Toren von Los Angeles hatte sich Piquet junior die Führung geschnappt. Bis ins Ziel gab der Brasilianer diese dann nicht mehr ab. Hinter ihm kamen der Franzose Jean-Eric Vergne auf Rang zwei und Piquets Landsmann Lucas di Grassi auf Rang drei ins Ziel. Auch an der Spitze der Gesamtwertung machen die Brasilianer das Geschehen aktuell unter sich aus. Dort führt nun di Grassi mit 75 Punkten, einen Zähler vor Piquet junior und sechs vor Nicolas Prost aus Frankreich.

Di Grassi wieder Gesamtführender

Für di Grassi, der für das deutsche Audi Sport Abt Team fährt, war der Podestplatz und die damit zurückeroberte Gesamtführung ein wahrer Befreiungsschlag. „Es ist schön, endlich wieder auf dem Podium zu stehen”, sagte di Grassi, der nach starkem Saisonstart zuletzt viel Pech hatte. Beim vorletzten Rennen in Buenos Aires brach die Radaufhängung seines Autos in Führung liegend, danach überhitzte in Miami eine Batterie.

Daniel Abt gelang zwar die Pole Position - später im Rennen warf ihn aber eine Strafe zurück

„Wir hatten einen kleinen Durchhänger, aber das Team hat nie aufgegeben, und wir haben uns gemeinsam wieder nach oben gekämpft”, freute sich der neue Spitzenreiter, der in Long Beach bereits seinen vierten Podestplatz in dieser Saison einfuhr. Perfekt hatte das Wochenende zunächst auch für di Grassis Teamkollegen beim Team Abt begonnen: Daniel Abt war von der Pole Position in den sechsten Lauf der ersten vollelektrischen Rennserie gestartet. Den Allgäuer bremste allerdings eine empfindliche Strafe ein, sodass er das Rennen lediglich als 15 beenden konnte. Der Grund für Abts Durchfahrtsstrafe: Er hatte kurzzeitig mehr als die im Rennen erlaubten 150 Kilowatt verbraucht.

Gemischte Gefühle bei Daniel Abt

„Als Fahrer hat man auf die Energie-Leistung keinen Einfluss, man kann nur Gas geben”, sagte Abt zerknirscht und fasste zusammen: „Insgesamt macht es das zu einem Tag mit gemischten Gefühlen: Erst die Freude über die Pole Position, ein paar Stunden später dann die Trauer um wertvolle Punkte.“ Seinem Vater und Teamchef Hans-Jürgen Abt kam aber dennoch ein positives Fazit über die Lippen: „Das Rennen hier war einer der Höhepunkte in der bisherigen Saison.“

Hollywood ganz nah: Leonardo DiCaprio schaute sich im Fahrerlager von Long Beach genau um

Dafür sorgte auch das Hollywoodflair: Viele bekannte Stars schauten an der Strecke vorbei, allen voran Filmschauspieler Leonardo DiCaprio, selbst Anteilseigner beim Rennstall Venturi. Und auch das Publikum im Sonnenstaat Kalifornien sorgte für Stimmung. Abt senior: „Es war toll, so viele begeisterte Fans vor unserer Garage und auf den Tribünen zu sehen. Und auch die Lage der Rennstrecke direkt am Wasser war einmal mehr spektakulär.” Weiter geht es für die Formel E am 9. Mai in Monte Carlo. Dort steigt nach sechs Übersee-Rennen dann endlich die Europa-Premiere der futuristischen Strom-Serie.
Die Formel E erklärt: 10 Antworten zur Strom-Serie

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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