Pkw-Markt 2003

Pkw-Markt 2003

— 15.01.2004

Auf dem Weg der Besserung

Nach drei Jahren Flaute scheint das Schlimmste vorbei. 2003 lagen die Verkaufszahlen nahezu auf Vorjahresniveau.

Ein Minus ist ein Minus ist ein Minus. Okay, aber 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr klingt für den deutschen Automarkt alles andere als schlecht. Rund 3,24 Millionen Neuwagen kamen 2003 erstmals auf die Straße, gab der Verband der Automobilindustrie (VDA) jetzt bekannt.

Zum Vergleich: In Westeuropa gab es nach vorläufigen Schätzungen einen Rückgang um 1,6 Prozent auf 14,2 Millionen Pkw. "Das Autojahr 2003 war erwartungsgemäß kein Selbstläufer", sagt Bernd Gottschalk, Präsident des VDA. Aber eben auch kein Versenker. Im letzten Verkaufsmonat stieg der Absatz gegenüber Dezember 2002 um gut ein Prozent auf 231.000 Fahrzeuge. Gemessen an den geringen Verkaufstagen, bedingt durch die voll auf Wochentage fallenden Feiertage, fast ein kleines Wunder.

2004 wird sich das vermutlich wiederholen: Die beliebten, aber vom Handel gefürchteten Urlaubsbrücken reduzieren sich durch das Schaltjahr auf ein Minimum. Bedeutet mehr Arbeitstage – und mehr Tage, an denen potenzielle Käufer in den Laden kommen können. Der VDA rechnet mit 3,35 Millionen neuen Pkw.

Gewinner des vergangenen Jahres waren in erster Linie die Importeure: Die ausländischen Marken steigerten ihren Marktanteil um 1,4 Prozentpunkte auf den Rekordwert von 35,4 Prozent bzw. 1,15 Millionen Fahrzeuge. Der Verband der Importeure von Kraftfahrzeugen (VDIK) führt das auf die wachsende Modellvielfalt und aufs Preis-/Leistungsverhältnis zurück. Opel steuert bislang als einziger deutscher Hersteller gegen – mit einer Preis-Nullrunde für alle 2004er-Modelle und sogar einem Preisabschlag auf den neuen Astra.

Zusätzliche Belebung – allerdings zu Lasten der Margen deutscher Hersteller – verspricht der günstige Dollarkurs. Wer den US-Import auf eigene Faust nicht scheut, kann im Oberklasse- und Luxussegment richtig fett sparen. Rund 16.000 Euro beim BMW X5, knapp 20.000 Euro beim Mercedes-Benz ML, 13.000 bis 24.000 Euro bei den Porsche-911-Modellen, 22.000 bis 29.000 Euro beim VW Touareg – jeweils inklusive Mehrwertsteuer, aber ohne Verschiffungskosten.

Entschieden wird der Kampf um Marktanteile und Zulassungszahlen allerdings bei den heimischen Händlern. Und die haben gleichwohl gute Karten: Knapp 100 Modelle kommen dieses Jahr neu oder in überarbeiteter Form auf den deutschen Markt. Viele davon werden in ihren Segmenten reißenden Absatz finden: Audi A6, Mercedes-Benz C-Klasse, Opel Astra, BMW 645 Ci, Smart forfour, Mercedes-Benz SLK, Porsche 911, VW Golf GTI. Klingt nach einem richtig guten Jahr...

Welche Chancen die Neuheiten haben, hat AUTO BILD bereits unter die Lupe genommen: In der Freitag (16. Januar) erscheinenden Ausgabe 03/2004 werden die zehn spannendsten Begegnungen vorgestellt. Die Duelle des Jahres.

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