Pkw-Maut: Umfrage — 18.10.2011
Bevölkerung ist gespalten
Die CSU bleibt hart. Die Bayern fordern weiter die Einführung einer Pkw-Maut auf Autobahnen. Aber wie groß ist die Akzeptanz in der Bevölkerung? Eine repräsentative Umfrage ergab kein klares Votum – im Gegenteil.
Das Thema
Pkw-Maut wird wieder heiß diskutiert. Ist sie sinnvoll oder nicht? Und wenn ja,
wie hoch soll sie sein und in welcher Form soll sie eingeführt werden? Eine repräsentative Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1000 Bundesbürgern zeigt: Der Vorschlag von Verkehrsminister
Peter Ramsauer und seiner CSU spaltet die Bevölkerung. 49 Prozent der Deutschen erachten eine Maut für die Nutzung von Autobahnen, Brücken und Tunnel als sinnvoll, 42 Prozent lehnen eine Zwangsabgabe ab. Die restlichen neun Prozent sind unentschlossen.
Verkehrsminister Ramsauer pocht weiter auf die Einführung einer Pkw-Maut zur Ausgabendeckung im Verkehrsetat.
Auch bei der Wahl eines möglichen Mautsystems gibt es keine klaren Favoriten. Knapp 29 Prozent präferieren einen jährlichen Pauschalbetrag, möglicherweise in Form einer
Vignette. Rund ein Viertel der Befragten (26 Prozent) bevorzugt die Abrechnung nach tatsächlich gefahrener Strecke, zum Beispiel an Mauthäuschen. Ein satellitengestütztes Mautsystem dagegen kommt der Umfrage zufolge nur für etwa jeden zwölften Deutschen infrage. Verantwortlich für die ablehnende Haltung sind vor allem Datenschutzgründe, weil sich darüber von jedem Autofahrer lückenlose Bewegungsprofile erstellen ließen. Zurückhaltung regiert bei der Frage nach einem konkreten Geldbetrag geht, den die Autofahrer bereit wären zu zahlen: Während mehr als jeder Dritte (36 Prozent) gar nichts zahlen würde, würden 28 Prozent höchstens 40 Euro pro Jahr locker machen. Viele Befragte sind der Ansicht, dass sie in der Vergangenheit für die Autonutzung schon tief genug in die Tasche greifen mussten. Für 47 Prozent der Deutschen sind die hohen Benzinpreise der vergangenen Monate und die nun in der Diskussion stehende Maut sogar ein guter Grund, das Auto künftig häufiger stehen zu lassen.
Kommentare zum Artikel (4)
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@ nur die Deutschen: Was bringt mir das wenn dafür die KFZ Steuer weg fällt. Ich zahle mit meinem Prius III nur 36 Euro im Jahr. Oder glaubst du die zahlen die Differenz zurück :-) Aber ich würde dann den Weg über die Landstrassen und durch Städte wählen, schliesslich braucht meiner da genauso wenig ( max. 4,5 Liter "Benzin"). Auf meinem Arbeitsweg ziehe ich diesen Weg auch schon vor, da 7 km kürzer und max. 5 Minuten länger.
kann nur der #2 zustimmen.
Maut ist eine super Sache wenn dafür die Steuer wegfällt. Wie viele Hunderttausende Ausländischen Laster und Co fahren unsere Straßen kaputt und zahlen in Deutschland keine Steuer mit denen die Straßen gemacht werden können? Im Ausland gibt es die Maut schon ewig und schaut euch deren MAUTstraßen an und unsere Schlaglochpisten!
Ich bin von der KFZ-Steuer befreit (aG). Hoffentlich kann ich mich auch von der Maut befreien lassen oder sie kommt nur für Autobahnen. Die kann ich ja umfahren.