Pkw-Neuzulassungen Mai 2004

Pkw-Neuzulassungen Mai 2004

— 16.06.2004

Ab ins Sommerloch

Hohe Benzinpreise dämpfen europaweit die Lust am Autokauf. Experten rechnen erst im Herbst mit einer Belebung des Marktes.

Auf dem deutschen Automarkt wurden im Mai rund acht Prozent weniger Neuwagen zugelassen als im Vorjahresmonat. Damit schaffen wir es europaweit fast bis ans Schlusslicht – nur Finnland (minus zehn Prozent) und Holland (minus 14,9 Prozent) waren schwächer. Polen befindet sich als neues EU-Mitglied noch in einer Ausnahmerolle, das Minus von 15,2 Prozent lässt sich mit der Einführung von neuen Steuer-Regelungen erklären. Ein deutliches Zulassungs-Plus von 15,2 Prozent konnte dagegen Portugal einfahren.

Insgesamt wurden im Mai in Westeuropa 1,24 Millionen Fahrzeuge verkauft, das entspricht einem Plus von einem Prozent. Im Vergleich zum bisherigen Jahresverlauf (Januar bis Mai plus 2,8 Prozent) fällt dieses Ergebnis allerdings eher bescheiden aus; Experten machen unter anderem die hohen Benzinpreise dafür verantwortlich. Zu den Gewinnern in Europa zählen nach wie vor die Marken aus Japan (plus 13,7 Prozent) und Korea (plus 31,8 Prozent). Großes Auf und Ab herrscht dagegen innerhalb des DaimlerChrylser-Konzerns: Während Mercedes-Benz in den ersten fünf Monaten um minus 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum hinterherhinkte, konnte Smart ein fettes Plus von 16 Prozent einfahren – u.a. dank des neuen forfour.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat seine Jahresprognose für den deutschen Automarkt derweil nach unten korrigiert: Statt 3,3 Millionen Neuzulassungen erwarten die Experten für 2004 nur noch 3,2 Millionen. Mit einer erhöhten Kaufbereitschaft sei "frühestens im Herbst" zu rechnen, so Ulrich Winzen vom Essener Marktforschungsinstitut Polk Marketing Systems. Das wäre der sichere Start ins Sommerloch.

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