US-Automarkt

Pkw-Neuzulassungen USA : August 2011

— 02.09.2011

Deutsche Marken weniger beliebt

Der amerikanische Automarkt kommt wieder mehr in Schwung. Die deutschen Hersteller können davon aber wenig profitieren und schneiden vergleichsweise schwach ab.

(dpa) Diese Runde geht an die amerikanischen Autobauer: Im August 2011 griffen die US-Autokäufer nach ersten Verkaufszahlen vor allem zu Wagen heimischer Marken. Die deutschen Hersteller schnitten dagegen vergleichsweise schwach ab. VW und Mercedes-Benz legten nicht so stark zu wie viele Konkurrenten – der Absatz von BMW stagnierte sogar. Insgesamt stieg der Absatz von Autos und leichten Nutzfahrzeugen im August einer Aufstellung des Marktforschers Autodata zufolge um 7,5 Prozent auf 1,07 Millionen Stück. Die US-Hersteller legten dabei insgesamt 18 Prozent zu, während die asiatischen Hersteller vor allem wegen der Probleme bei Toyota und Honda, die noch unter den Folgen des Erdbebens und Tsunamis im März leiden, insgesamt einen Rückgang von 2,4 Prozent hinnehmen mussten.

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US-Branchenprimus General Motors steigerte den Absatz um 18 Prozent auf 218.500 Fahrzeuge. GM-Verkaufschef Don Johnson sprach von einem guten Lauf und zeigte sich auch für die Zukunft zuversichtlich: "Wir sind verhalten optimistisch, dass wir in den nächsten Monaten ein Wachstum der US-Wirtschaft sehen werden." Zuletzt hatten eine anhaltend hohe Arbeitslosigkeit sowie die Sorge vor einer Schuldenkrise auf die Stimmung der Verbraucher gedrückt. Der zu Fiat gehörende US-Hersteller Chrysler wurde 130.100 Pick-up-Trucks, Geländewagen und Personenwagen los und schraubte seine Verkäufe damit sogar um 31 Prozent nach oben. Ford legte um elf Prozent auf 175.200 Fahrzeuge zu. Auch einige asiatische Autobauer wie Hyundai und Nissan verbesserten sich deutlich – das wurde allerdings von dem 13-prozentigen Rückgang bei Toyota auf 129.483 Stück und dem Minus bei Honda von 24 Prozent aufgezehrt.

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Auch die deutschen Hersteller konnten die zuletzt deutlichen Zuwächse in den USA im August nicht fortsetzen. So verkaufte Volkswagen mit 25.200 Jetta, Golf oder Tiguan nur zehn Prozent mehr als vor einem Jahr. Zuvor hatte VW deutlich stärker zulegen können. Daimler konnte nur dank des höheren Absatzes von Transportern um rund fünf Prozent zulegen. Bei BMW stagnierte die Zahl der verkauften Wagen wegen eines Einbruchs bei der Marke Mini. Der von Volkswagen kontrollierte Sportwagenbauer Porsche legte um sieben Prozent auf 2200 Sport- und Geländewagen zu. In den vergangenen Monaten hatte es vor allem VW wiederholt geschafft, die Konkurrenz auszustechen. VW-Amerika-Chef Jonathan Browning machte unter anderem den Wirbelsturm "Irene" für das Abschneiden verantwortlich – ein guter Teil der Kunden sitzt in den betroffenen Gebieten an der Ostküste. Mit dem US-Passat und dem neuen Beetle stehen aber zwei neue Modelle in den Startlöchern, von denen sich VW hohe Verkaufszahlen erhofft.

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