Plug-in-Hybrid von Axon Automotive — 27.10.2009

Kohle und Strom

Das Hybridauto des britischen Startups Axon Automotive ist 100 Prozent Öko: Die Karosserie des Zweisitzers besteht aus ultraleichtem Kohlenstoff (Karbon), die Maschine fährt mit Bioethanol. Die Sitze sind aus recycelten Jeans.

Grün ist die Insel: Das britische Startup Axon Automotive hat ein Fahrzeug auf die Räder gestellt, das von Kopf bis Fuß umweltgerecht sein soll. Das fängt an mit dem Elektroantrieb, der dem Axon im Stadtverkehr Beine machen soll, steigert sich zum Bioethanol-Benzinmotor für längere Etappen und gipfelt in der Innenausstattung aus recycelten Jeans. "Der Hersteller will mit diesem Fahrzeug die Konkurrenz grün vor Neid machen", witzelte kürzlich ein englisches Blatt. Ob das gelingt? Weit innovativer als das doppelt grüne Antriebskonzept, das inzwischen weit verbreitet ist, wirkt die Konstruktion der Karosserie: Das Gerüst besteht nach Angaben des Herstellers komplett aus ultraleichter Karbonfaser. "Neue Verarbeitungsmethoden haben dazu geführt, dass die ursprünglich der Formel 1 vorbehaltenen Techniken nun auch Öko-Autos zugänglich sind", verkündet Axon Automotive. Nach eigenen Angaben ist der Hersteller ein Spezialist für diesen Werkstoff – eines des letzten Projekte war ein Caterham Seven, den die Bastler aus Wellingborough 100 Kilometer nördlich von London umbauten.

Modedesigner entwarfen die Sitzbezüge aus Recycling-Jeans

Der Clou im Innenraum: Die Sitze sind mit Stoffen bezogen, die von recycelten Jeans stammen. Das Design haben Modedesigner entworfen. Die Türverkleidungen ihrerseits sind aus wiederverwendeten Karbonfasern. "Man kann die Emissionen eines Autos radikal senken, indem man es besonders leicht und aerodynamisch konstruiert", sagt Axons Geschäftsführer Steve Cousins zu unser aller Überraschung. Das Fahrzeug soll ab 2011 bestellbar und ein Jahr später dann erhältlich sein. Nach den Berechnungen von Axon emittiert es knapp unter 50 Gramm CO2 pro Kilometer; das entspricht der Hälfte des Grenzwerts, unter dem Fahrzeugen in Großbritannien keine Kraftfahrzeugsteuer berechnet wird. Der Wagen ist mit zwei Sitzplätzen und einem adäquaten Kofferraum ausgestattet. Nach dem Willen seiner Väter soll das Baby in kleinen Fabriken auf den jeweiligen Märkten ohne Umwege zu den Kunden rollen – schön nachhaltig eben.

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Energieexperte
23.11.2009, 10:43Uhr

Auf die Länge könnten 4 Sitze - cw-Werte unter 0,19 sind nötig und möglich, wenn die Karossierie hinten enger zuläuft. Kofferraum egal, wenn schlanke Rücksitze einzeln klappbar sind.

Ergebnis: mehr Absatz, mehr Substitution bisheriger Autoverbräuche durch Leichtbaukonzepte unter 10 Gramm CO2/km pro Erwachsenensitz.

gmathol
11.11.2009, 06:18Uhr

100% Oeko? Was fuer ein Schmarren. Wachsen die in der Elektronic verwendeten Mineralien etwa nach?

Elke Nierhues
28.10.2009, 12:34Uhr

Aber das ist doch ein 2+2-Sitzer?! Sonst hätten die, wenn die das mit dem Verbrauch ernst gemeint hätten, gleich richtig bauen können wie VW mit dem 0,9-Liter-Fahrzeug.

Bis die Kinder groß sind, bestellen wir das Ding hier,
wenn das Autochen nicht gerade 25000 Euro kostet!

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