Pokémon Go am Nürburgring

Pokémon Go beim Autofahren

— 22.07.2016

Pokémon-Jäger rammt Polizeiwagen

Die (verbotene) Pokémon-Go-Jagd am Steuer ist gefährlich, wie ein Crash aus den USA zeigt. Auch in Deutschland gab es schon kuriose Szenen.

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'Gehen Sie mit dem Auto auf Pokémon-Jagd?'

Das SUV kommt wie aus dem Nichts. Am Steuer: ein Pokémon-Jäger. Die Bodycam eines Polizisten filmt zufällig die Szene auf den nächtlichen Straßen von Baltimore (USA), die im Netz derzeit nicht nur unter Pokémon-Jüngern für Aufsehen sorgt. Denn der Toyota RAV4 crasht schnurstracks in einen Polizeiwagen, der (glücklicherweise ohne Insassen) am Straßenrand steht. Schon beim Aussteigen zeigt sich der Fahrer mit Smartphone in der Hand reumütig und flucht: "Das kriege ich also dafür, dass ich dieses dumme Spiel spiele!" Glücklicherweise kommt auch er ohne größere Blessuren davon.

Wenden auf der Autobahn, Stehen auf der Landstraße

Der Unfall ist nur eines von mehreren Beispielen, warum sich Pokémon Go, das neue Kult-Spiel fürs Smartphone, und Autofahren schlecht vertragen. So wird aus dem Bundesstaat New York ein weiterer spielerischer Unfall gemeldet, bei dem es einen Autofahrer an einen Baum verschlug. Mehr noch: In den USA, wo Pokémon Go schon seit einiger Zeit gespielt wird, haben sich Spieler schon des öfteren zu sehr auf die Pokéman-Jagd fokussiert. Laut ADAC wendeten Fahrer auf Autobahnen, um eines der Monster zu fangen. Andere blieben mitten auf Landstraßen stehen, weil plötzlich ein Pokémon auf dem Armaturenbrett auftauchte. Motorradfahrer wurden von der Polizei gestoppt, weil sie das Spiel auf dem am Lenker montierten Handy verfolgt hatten. Inzwischen gibt es sogar Schilder wie dieses:

Menschheit. (Danke an Marisa Hinrichs!)

Posted by Business Punk on Donnerstag, 14. Juli 2016


Auch für Deutschland warnt der ADAC vor den Gefahren für Pokémon-"Smombies" (Smartphone + Zombie, Jugendwort des Jahres 2015) im Straßenverkehr. So können zum Beispiel Fußgänger, vor allem Kinder, durch das Spiel abgelenkt sein und plötzlich auf die Straße laufen. Andererseits sorgt die Monsterjagd mit dem Auto manchmal auch für Kuriositäten. So wurde die Polizei in Übach-Palenberg (Hessen) des Nachts zu einem Audi gerufen, der vor einer Bank hin und her fuhr. Im Auto: keine Bankautomaten-Sprenger, sondern drei Pokémon-Spieler im Alter zwischen 17 und 36 Jahren. In Fulda kam es zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen einer Autofahrerin und einer Fußgängerin, die mit dem Smartphone vor Augen vermeintlich zu langsam über die Straße gegangen war. Die Polizei wollte zumindest nicht ausschließen, dass die 18-Jährige Pokémon Go spielte.

So fängt man Pokémon mit dem Auto

Fußgänger gegen Auto: Pokémon Go Challenge
Ablenkung für Autofahrer: Studie

Boosted Boris auf dem Nürburgring

Und selbst auf Rennstrecken ist die Jagd eröffnet. Der russische Youtuber Boosted Boris hat in einem Renntaxi nachgeschaut, wie viele Pokémons sich auf dem Nürburgring verstecken. Die Idee kommt aus den USA, dort bieten Fahrer des Privat-Taxidienstes Uber diesen Service an: Vom Beifahrersitz aus fangen die Taxigäste Pokémons. Das geht auch auf dem Nürburgring. Das Ringtaxi wird kurzerhand zum Poké-Taxi und Youtuber Boosted Boris fängt Pidgeys, Zubats, Spearows, Krabbys, ein Abra und ein Weedle. Mit einer Rundenzeit von 16 Minuten und 150 km/h Höchstgeschwindigkeit ist das Poké-Taxi allerdings eher gemächlich unterwegs, schließlich muss der Fahrgast ja Zeit haben die Monster zu fangen. Boosted Boris hat seine Fahrt im Poké-Taxi gefilmt. Richtig gut wird das Video ab Minute 13, wenn Boosted Boris versucht, die widerspenstige Krabbe "Krabby" zu fangen:

Autoren: , Katharina Berndt

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