Poker um Ford-Töchter

Poker um Ford-Töchter

— 19.07.2007

Tata will Jaguar und Land Rover

Der indische Autobauer Tata ist Medienberichten zufolge an einer Übernahme der Ford-Töchter Jaguar und Land Rover interessiert.

Tata ist in Indien vor allem auf dem Nutzfahrzeugmarkt präsent und will bereits seit Längerem seine Pkw-Sparte stärken. Erst kürzlich hat der Konzern den Bau eines Billigautos für umgerechnet weniger als 2000 Euro angekündigt. Jetzt bestätigt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf indische Medien ein Interesse der Inder an Jaguarund Land Rover.
Erst im März hatte Ford die Sportwagenmarke Aston Martin für 848 Millionen Dollar an ein Konsortium unter Führung von Motorsport-Mogul David Richards veräußert.
Tata wird aber nicht der einzige Bieter für die britischen Nobel-Töchter von Ford bleiben. Die "New York Times" berichtet in ihrer Onlineausgabe, dass auch die Kapitalgesellschaften Cerberus Capital Management und Ripplewood Holdings an einer Übernahme interessiert sein sollen. Cerberus machte zuletzt durch die Übernahme von 80 Prozent an Chrysler von sich reden. Auch Hyundai und eine nicht näher genannte chinesische Gesellschaft wurden als potentielle Bieter genannt. Ford kommentierte die Berichte bisher nicht öffentlich. Offiziell ist seit Dezember 2006 eine Kooperation zwischen Tata und Fiat. Beide Unternehmen wollen im Werk des italienischen Autobauers in Ranjangaon im westindischen Bundesstaat Maharashtra ab 2008 jährlich mindestens 100.000 Autos beider Hersteller produzieren. Außerdem will Tata den Vertrieb von Fiat auf dem Subkontinent übernehmen, später sollen auch die Fiat-Töchter Lancia, Alfa Romeo und Maserati hinzukommen.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.