Polestar 1 (2019): Test

Polestar 1 (2019): Test

Polestar 1 (2019): Test, Reichweite, Preis

— 09.02.2018

Alle Infos zum Polestar 1

Volvos Haustuner Polestar will sich zur Elektromarke entwickeln. Das erste Modell heißt Polestar 1 – und hat einen 600 PS starken Hybridantrieb. Alle Infos und Sitzprobe!

Vorstellung: Hohe Nachfrage nach dem Polestar 1

Was AMG für Mercedes ist, ist Polestar für Volvo. So war es zumindest bislang, denn ab sofort ist Polestar eine komplett eigenständige Marke. Unter der Leitung von Thomas Ingenlath (bisher Chefdesigner bei Volvo) soll Polestar in den kommenden Jahren zu einer reinen Elektromarke umgestrickt werden, dabei soll die gewohnte Performance aber nicht auf der Strecke bleiben. Dass die Marke es ernst meint, verdeutlicht das erste Modell Polestar 1, das auf der Volvo-Plattform SPA aufbaut. Noch handelt es sich bei dem weißen Coupé um eine Studie, 2019 soll das Erstlingswerk allerdings sehr ähnlich bei den Händlern stehen. Und das eventuell in größeren Stückzahlen als ursprünglich geplant: Denn zunächst ist Polestar von einer Jahresproduktion von 500 Exemplaren über einen Zeitraum von drei Jahren ausgegangen. Das scheint bei weitem nicht zu reichen. Die Seite Automotive News Europe berichtet, dass sich bereits 5000 Interessenten bei Polestar gemeldet haben. Angeblich denkt Polestar-CEO Ingenlath bereits über eine Ausweitung der Produktionskapazitäten nach.

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Das Heck des Polestar 1 wirkt besonders breit und bullig. Die Leuchtenanordnung ist vom Volvo S90 bekannt.

Optisch ist der Polestar 1 wirklich gelungen. Das Coupé wirkt modern und sportlich, ohne viel Schnickschnack. Das Design ist direkt als Volvo zu erkennen, allerdings wird kein einziges Polestar-Fahrzeug das Volvo-Logo tragen. Stattdessen klebt auf Front und Heck das Polestar-Emblem. Dennoch: Die Leuchten scheinen vom Volvo V90/S90 entliehen, der schwarze Kühlergrill mit den senkrechten Streben wirkt aggressiv. Ansonsten gibt es an der Front des "1" keine Schnörkel. Im Profil wirkt das Coupé klassisch, die hinteren Radhäuser sind stark ausgestellt. Der Polestar 1 könnte auch glatt als Neuinterpretation des Volvo C70 durchgehen. Das Heck wirkt dafür wieder sehr modern und extrem bullig. Die Leuchtenanordnung kennen wir bereits von der Limousine S90. Die vier Endrohre, die entfernt an Mercedes erinnern, sorgen nicht nur für einen sportlichen Look, sondern auch für Verwirrung – denn als vollelektrisches Coupé bräuchte der Polestar 1 natürlich gar keinen Auspuff. Die Auflösung: Der Polestar 1 ist tatsächlich ein Hybridfahrzeug. Das Antriebsprinzip gleicht dem des BMW i8 – zwei E-Motoren (zusammen 218 PS) unterstützen einen 382 PS starken Zweiliter-Benzinmotor.

Den Anfang macht 2019 der Polestar 1 mit 600 PS und 1000 Nm. Später folgen der Polestar 2, ein Konkurrenzmodell zum Tesla Model 3, und mit dem Polestar 3 ein BEV-SUV. Preise für den 2+2-sitzigen Polestar 1 nennt die junge Marke noch nicht, Vorbestellungen werden trotzdem ab sofort entgegengenommen.

Interieur: Auch ohne Marssymbol im Grill ein Volvo!

Der Innenraum des Polestar 1 entstammt den aktuellen Volvo-Modellen. Ob das Cockpit so übernommen wird, bleibt abzuwarten.

Polestar steht drauf – und Volvo steckt drin. Am auffälligsten im Innenraum, wo der Polestar 1 das Cockpit-Layout vom S90 übernimmt, inklusive des senkrecht angeordneten Touchscreens und des leicht eckig gestalteten Pralltopfs. Zum Glück! Wo andere Kleinserienhersteller mit billigen Materialien und liebloser Verarbeitung schockieren, überzeugt das Coupé. Und anders als bei den Volvo-Limousinen gefällt der luftige Eindruck. Den schmalen Carbonpfosten und dem serienmäßigen Glasdach sei dank. Die Zierleisten wirken besonders futuristisch und sehen aus wie grobmaschiges Carbon. Vorne sitzen auch große Passagiere bequem, hinten reicht es wegen des um 32 Zentimeter gekürzten Radstandes nur für Kinder. Oder die obligatorische Golfbag.

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Ausstattung: Langzeitmiete statt einmaligem Preis

Da es sich beim Polestar 1 zu diesem Zeitpunkt noch um eine Studie handelt, gibt es noch nicht viele Informationen zur Ausstattung. Schon verraten hat Polestar: Das Coupé soll das erste Auto mit dem neuentwickelten Öhlins-Fahrwerk (CESi) sein. Zusätzlich sollen große Teile der Karosserie aus Carbon bestehen, sodass die Steifigkeit erhöht und gleichzeitig das Gewicht gesenkt wird. Torque Vectoring soll dank doppelter elektrischer Hinterachse ebenfalls möglich sein. Das Vertriebskonzept von Polestar ist besonders interessant: So soll es nicht mehr möglich sein, die Fahrzeuge zu kaufen, sondern nur noch für zwei oder drei Jahre zu mieten. Diese Langzeitmiete soll ohne Anzahlung auskommen, dafür aber sämtliche Neben- und Unterhaltskosten enthalten. Zur Orientierung: Das Coupé dürfte wohl einen konventionellen Warenwert von 130.000 bis 150.000 Euro haben. Kunden haben ebenfalls die Möglichkeit, andere Volvo- und Polestar-Modelle ohne Mehrkosten zu leihen. Der komplette Bestellprozess geschieht online, zusätzlich wollen die Schweden allerdings sogenannte "Polestar Spaces" einrichten, in denen sich interessierte Kunden die Fahrzeuge ansehen können. Diese Showrooms sind eigenständig und sollen nicht in bestehende Volvo-Händler integriert werden.

Motor: Elektromotor mit 600 PS und 1000 Nm

Das Coupé ist ein Elektro-Hybrid mit einem klassischen Verbrennungsmotor.

Polestar spricht beim "1" von einem Elektro-Coupé, das von einem Verbrennungsmotor unterstützt wird. Tatsächlich gleicht das Antriebsprinzip dem des BMW i8: Zwei E-Motoren (zusammen 218 PS) unterstützen einen 382 PS starken Zweiliter-Benzinmotor. Die maximale rein elektrische Reichweite gibt Polestar mit 150 Kilometern an. Arbeiten Verbrenner und E-Maschinen zusammen, sollen beeindruckende 600 PS und 1000 Nm zur Verfügung stehen, zu Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit verrät Polestar aktuell noch nichts. Gebaut wird der Polestar 1 in einer komplett neuen Fabrik im chinesischen Chengdu.

Polestar 1 (2019): Test

Autoren: Jan Götze, Stefan Voswinkel, Peter R. Fischer

Stichworte:

Coupé

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