Preistafel Aral

Politik fordert Transparenz bei Spritpreisen

— 13.08.2012

Spritpreise steigen wieder

Pünktlich zum Ferienverkehr am Wochenende kletterten die Spritpreise wieder über die Marke von 1,65 Euro. Ebenso verlässlich meldet sich angesichts der steigenden Benzinpreise die Politik zu Wort und fordert mehr Transparenz bei der Preisbildung.

(dpa) Die Spritpreise haben zum Wochenende (11./12. August) erstmals seit Wochen wieder die Marke von 1,65 Euro geknackt. Pünktlich zum Ferienverkehr mussten Autofahrer für einen Liter Super E10 am Samstag und Sonntag im bundesweiten Schnitt nach Angaben des ADAC wieder mehr als 1,65 Euro bezahlen. Bereits am Mittwoch war der Durchschnittspreis getrieben auch von den höheren Rohölpreisen wieder über 1,60 Euro geklettert. Am Montag gab der Preis nach Berechnungen des Autoclubs aber wieder leicht nach.

Alles zu den aktuellen Spritpreisen

Die erneute Preisrunde rief auch wieder die Politik auf den Plan. Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) erneuerte seine Forderung nach einer frei zugänglichen Datenbank für Benzin- und Dieselpreise. "Die Belastungen von Bürgern und Unternehmen an der Zapfsäule müssen gestoppt werden. Und das gilt nicht nur für Ferienbeginn und Ferienende", teilte der Minister am Montag mit. Nach jeder Preisrunde entflammt die politische Debatte erneut.

Alle Tipps und Tricks zum Spritsparen

In der Diskussion um Mittel gegen hohe Benzinpreise sind auch Modelle, die etwa die Zahl der Preisveränderungen pro Tag begrenzen und die Anbieter zwingen sollen, diese Veränderungen mitzuteilen. Solche Varianten gibt es unter anderem in Österreich oder im Westen Australiens. Der ADAC etwa lehnt solche Modelle aber ab. Sie führten tendenziell sogar zu höheren Preisen.

Unter anderem Thüringen hatte sich im Bundesrat für eine Benzinpreisbremse strak gemacht. Wie sein hessischer Kollegen ist auch der dortige Verkehrsminister Christian Carius (CDU) aber unzufrieden mit der Umsetzung durch die Bundesregierung. Die sieht bisher nur vor, dass die Mineralölkonzerne ihre Preise an das Bundeskartellamt melden. Das geht den Ländern nicht weit genug. Voraussichtlich im Herbst 2012 steht das Thema im Bundestag an.

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